Joubin Rahimi
Grandios, dass ihr wieder dabei seid zu einer neuen Folge von insights! Mein Name ist Joubin, Joubin Rahimi, und heute mit dabei freue ich mich ganz besonders, Alexander Zindler. Hi Alexander!
Alexander Zindler
Ja, moin, vielen Dank, dass ich da sein darf.
Joubin Rahimi
Gerne, wir haben ein paar verbindende Sachen. Du wohnst hier in Hamburg oder bei Hamburg, ne?
Alexander Zindler
Bisschen südlich in der Lüneburger Heide, genau.
Joubin Rahimi
Ich bin ja Hamburger Jung, freue mich immer wieder, den dialektisch-sprachlichen Verbum zu hören, da geht mein Herz einfach auf. Und du hast grob das studiert, was ich nicht geschafft habe.
Alexander Zindler
Ja.
Joubin Rahimi
Die Forstwissenschaften war das, ne?
Alexander Zindler
Richtig.
Joubin Rahimi
Ich wollte Forstwirtschaft in Hamburg studieren, das gibt es nur ...Gab es nur, muss man sagen, in Hamburg. Jetzt hast du mich aufgeklärt, ja, gar nicht mehr. Aber mein NC war zu schlecht, insofern wurde es dann was mit der IT. Ja. Ja, Grube, vielleicht magst du zu dir und Grube 2, 3 Sätze erzählen, dass man es einordnen kann.
Alexander Zindler
Das mache ich. Also, ich bin Alexander Zindler, ich bin CMO bei Grube. Ich bin schon seit fast 19 Jahren inzwischen bei der Firma Grube, habe den E-Commerce-Bereich bei der Firma Grube aufgebaut und letztlich Grube von einem klassischen Katalogversandhändler durch die digitale Transformation bis hier, sie ist ja nicht zu Ende, wie wir alle irgendwie wissen, geführt. Und inzwischen sind wir so was wie ein Online Pure Player, würde man glaube ich sagen. Also das heißt, wir haben an sich keine Filialen, sondern es ist ein reines Versandstreckengeschäft. Geschäft, das wir betreiben über unsere Online-Shops. An sich sind wir schon seit 1945 in Deutschland als Versandhändler auf dem Markt. Das war damals so, wir sind auch von einem Förster gegründet worden. Die ganzen deutschen Ostgebiete waren ja verloren, und was passiert ist, ist, dass diese ganzen Beamten— Förster waren damals schon immer Beamte— die sind damals geflohen nach Westdeutschland, und hier gab es also viel zu viele Forstbeamte in Westdeutschland. Und dann waren die so zweidreifach in so einem Forstrevier gesteckt, und dann wusste der nicht so richtig, was mit sich anzufangen, und hat sich gedacht, gut, dann kann ich ja an die Kollegen auch Ausrüstung verkaufen. Hat er sich ganz schnell einen Bulli organisiert und hat noch 1945 gegründet und angefangen, die umliegenden Forstreviere mit Ausrüstung zu versorgen. Und daraus wurde dann schnell der führende Versandhändler, auch bundesweit eben, für den Handel mit Forstgeräten und allem, was man zur Waldarbeit braucht.
Joubin Rahimi
Da wir ja nicht alle Waldarbeiter sind, wobei wir haben ja gesagt, wir haben den Kirschlorbeer dieses Jahr, den Cup angesagt. Das sind dann halt Kettensägen, Häcksler, das Verbrauchsmaterial.
Alexander Zindler
Genau, also ist ja nicht nur die Ernte im Wald, ist ja auch das Pflegen, also es geht auch ums Pflanzen. Es gibt spezielle Werkzeuge, um Bäume zu pflanzen, es gibt spezielle Werkzeuge, um sie zu schützen vor Wild und Co. Wild ist natürlich auch ein Thema. Zum Berufsbild des klassischen Försters gehört eben auch die Jagd dazu. Dadurch haben dann auch wir uns in den 90er Jahren zu einem Lieferanten entwickelt, der eben auch den Bereich mit abdeckt, weil unsere Kunden uns gefragt haben: Hört mal, wir bestellen unsere ganze Ausrüstung an dieser Stelle mit euch. Was ist eigentlich mit der Jacke und dem Fernglas, das ich zur Jagd brauche? Das noch nebenbei. Und heute decken wir natürlich diesen ganzen professionellen Bereich ab, plus den semiprofessionellen Bereich für Leute, die selber Kaminholz machen zum Beispiel und im Wald arbeiten. Gleichzeitig eben auch für Leute wie dich, den gesamten Bereich Holzspalter oder so. Genau, Holzspalter, also jemand, der in den Wald geht mit der Motorsäge, sich sein Kaminholz selber macht, rausfährt, Holzspalter etc. Das alles.
Joubin Rahimi
Mache ich auch gerne.
Alexander Zindler
Ja, genau, da wirst du bei uns auf jeden Fall fündig. Dann natürlich für alle, die so einen Garten haben wie du und da pflegend eingreifen müssen, Alles, was man da letztlich braucht.
Joubin Rahimi
Und auch so Baumkletterer, also auch—
Alexander Zindler
Genau, der professionelle. Das hat ja in den letzten Jahren eine immer größere Rolle angefangen zu spielen, der Bereich der städtischen Baumpflege, ne, die eben anders ist. Im forstlichen Bereich geht's zum einen natürlich um den Erhalt des Waldes, aber natürlich auch darum, diese natürliche Ressource nachhaltig zu nutzen. Und im Bereich der städtischen Baumpflege ist es dann entsprechend anders. Da geht es eher um Verkehrssicherung, um komplizierte Fällungen. Da ist auch der Platz nicht da, um so einen Baum mal eben lang hinzuschmeißen. Da muss geklettert werden etc. pp. Also ein völlig anderes Setup letztlich, aber auch das ist ein inzwischen sehr wichtiger Part bei uns.
Joubin Rahimi
Und das geht jetzt ein bisschen weg von Digitalisierung, aber mega spannend, wenn du so einen Baumkletterer siehst. Wir hatten jetzt gerade einen, der hat dann solche Seile zwischen großen Ästen gespannt, damit dann halt bei starkem Wind nicht auf einmal so ein großer Ast abbricht und auf die Straße fällt. Ja, und dann so Sicherungsteile drin. Aber wie die da hochgeklettert sind, Wahnsinn! Und dann auch so, mein Sohn meinte, die liegen da ja drin, oder machen die da einfach oben auch Pause?
Alexander Zindler
Echte Passion bei den Jungs.
Joubin Rahimi
Ja, also, und Mädels, Mann und Frau, Hammer! Und wir haben einen Baum, wo die sagen, in den nächsten 5 bis 10 Jahren, der ist so alt, der muss dann einfach gefällt werden.
Alexander Zindler
Genau, die Diagnose gehört dann noch dazu. Also vorab ist ja auch heutzutage gerade im städtischen Bereich nicht mehr einfach. Man kann ja nicht mehr einfach einen Baum fällen lassen, ne, sondern muss erst jemand kommen, schauen, wie sieht der Baum irgendwie von innen aus, wie lange lebt er noch, wie gefährlich ist es, bevor man dann die Genehmigung bekommt, so einen alten Baum überhaupt zu entnehmen.
Joubin Rahimi
Und dann haben die gesagt, ja, dann würden wir den fällen auf das andere Grundstück drauf, das ist nicht bebaut, aber wir haben Zaun und Schuppen und so weiter. Und dann mein Sohn, dann ist der Zaun kaputt. Ja, meinte er, ja, aber es wird viel günstiger für deinen Papa, als wenn wir Stück für Stück abtragen. Und dann hab ich mal gefragt, wie macht ihr das denn? Und dann klettern die ja oben ab und dann von oben dann Stück für Stück wird abgesägt.
Alexander Zindler
Genau, das wird scheibchenweise runtergeschnitten, auch ganz cool, in so eine, mit den Seilen gebunden, dass das selbst in so ein Seil wieder fällt, ne. Also es fällt auch tatsächlich in so ein Seil, fällt kontrolliert nach unten, dass es eben nicht irgendwie noch weiter da zur Seite geht und doch noch irgendwie gefährden kann.
Joubin Rahimi
Ja, auf jeden Fall mega spannend, das Thema mal reinzudrillen. Und 2008 hattest du gesagt, habt ihr dann angefangen, oder hast du angefangen bei Gruber?
Alexander Zindler
Ja, 2008 habe ich angefangen.
Joubin Rahimi
Und dann war eins der ersten Tätigkeiten, einen Webshop zu programmieren.
Alexander Zindler
Dazu bin ich hingekommen, genau.
Joubin Rahimi
Fast 20 Jahre her jetzt.
Alexander Zindler
Wir sind inhabergeführt, immer noch, inzwischen in der dritten Generation. Die vierte ist gerade eingestiegen. Und damals war noch so der Wechsel zwischen zweiter und dritter Familiengeneration. Und die sagten, okay, wir brauchen einen Webshop und du hast ja schon Erfahrung letztlich. Bei der Programmierung von Webseiten, traust du dir das zu? Wir finden bei dir eben toll, dass du an sich aus der Branche kommst. Aber ich hatte studientechnisch mich schon selbstständig gemacht gehabt, damals mit einer kleinen Agentur, und habe eben Webseiten erstellt, bisschen Online-Marketing-Maßnahmen betreut, und die sahen in mir irgendwie so den Sweet Spot, um genau so was eben aufzubauen. Und wie es dann so ist bei Familienunternehmen, wenn das passt, ne, dann ist super, bleibt man auch da.
Joubin Rahimi
Und wie hast du den ersten aufgebaut? Ich habe auch mal einen aufgebaut, so eine Projektarbeit, die hat viel länger gedauert, als die Projektarbeit war, weil ich ja nicht studiert habe. Habe ich das mit Java gemacht und Servlets, alles mit der Hand, also war echt ganz, ganz billig, aber war so ein Proof of Concept, würde ich sagen. Aber wie bist du 2008 damit umgegangen?
Alexander Zindler
Ja, wir hatten uns damals für XT-Commerce Vayton als Lösung entschieden und das war auch ein irgendwie ja noch ein Open-Source-Projekt letztlich, und dann habe ich mich eben tagelang auch nur da in die Community eingelesen und habe dann eben, der lief eben auf PHP, so, und habe eben angefangen, den so zu customizen, dass er auf unsere Prozesse gepasst hat.
Joubin Rahimi
Ich glaube, ganz häufig, man sieht immer noch viele XT-Shops, die da sind, das ist unglaublich, wie die sich noch halten. Ja, okay, aber die habt ihr auch abgelöst, den habt ihr ja vor langer Zeit abgelöst.
Alexander Zindler
Genau, der war gar nicht so lange, ich glaube ungefähr 2 Jahre, ne, dann, also es ging dann auch schnell. Wir haben bei unseren Kundenklientel das Glück, sage ich immer, dass unsere Kunden sind ja auch im Wald unterwegs und nicht immer so tech-affin, sage ich mal, wie vielleicht der Durchschnittsdeutsche. Das bleiben die aber nicht, sondern wir haben immer so eine Verzögerung von ungefähr 5 Jahren drin. Das heißt, wir können ganz gut gucken, was macht eigentlich der Rest, und haben hatte man so 5 Jahre Zeit, so zu reagieren. Dieser Zeitraum wird ein bisschen schmäler inzwischen, weil durch KI und Co. das natürlich sich exponentiell entwickelt. Aber trotzdem müssen wir nicht jeden Trend sofort umsetzen, sondern sind in der glücklichen Situation, rein von der Kundenseite her, manchmal ein bisschen abzuwarten und zu schauen, okay.
Joubin Rahimi
Und ihr seid dann von XT dann gewechselt zu Magento, glaube ich, war das? Richtig, das war dann 2010 oder 2012?
Alexander Zindler
Das war 2010, ja.
Joubin Rahimi
Das war Magento, Magento, also noch nicht Magento 2.
Alexander Zindler
Genau, Magento 1 war das. Da sind wir dann gewechselt hin und sind dann 2015 gewechselt auf Shopware.
Joubin Rahimi
5 Jahre gehalten.
Alexander Zindler
Ja, so ungefähr. Vielleicht war es auch 2012 der Wechsel auf Magento.
Joubin Rahimi
War das schon eine 5er-Version oder noch eine 4er bei Shopware?
Alexander Zindler
5er. Genau, das war dann eine 5er-Version und damit waren wir dann jetzt noch über die Corona-Zeit unterwegs und sind inzwischen bei einem NovoMindi-Shop gelandet.
Joubin Rahimi
Schön, man sieht so richtig, wie ihr wahrscheinlich auch im Reifegrad gewachsen seid und dann auch einfach von den Systemen her mitgezogen.
Alexander Zindler
Keine Frage, das ist so.
Joubin Rahimi
Shop ist eins, aber Shop alleine ohne Produktdaten, ohne andere Themen, funktioniert ja nicht gut. Wie ist so das Ökosystem?
Alexander Zindler
So ist es. Das haben wir natürlich schnell gemerkt, als wir damals den ersten Shop hatten und noch im Backend Produktdaten gepflegt haben, dass das schnell an eine Grenze stößt. Und wir sind auch 2010 direkt los und haben ein PIM-System eingeführt. Damals waren wir so in unserem Metier da total vorne mit weg. Das ist ganz gut. Inzwischen haben wir da eine lange Erfahrung eben wie wichtig es ist, gute Produktdaten aufzubauen, und können eben auch auf sehr gute Produktdaten zurückgreifen. Und wir haben damals, das System hieß JCatalog, so ein Dortmunder Unternehmen. Die haben dann häufig mal noch hin und her gewechselt. Heute heißen die, glaube ich, Prodexa.
Joubin Rahimi
Genau.
Alexander Zindler
Also es gibt sie immer noch, und mit denen waren wir lange unterwegs, also fast 10 Jahre, und das passte dann aber irgendwann von der Skalierung bei uns nicht mehr ganz.
Joubin Rahimi
Wie viele Produkte habt ihr denn?
Alexander Zindler
Wir haben aktuell ungefähr 50.000 SKUs im System. Und dann kam ein Kollege bei uns zurück, der bei uns gelernt hatte, dann bisschen weg war, der kam wieder und brachte in Anführungsstrichen eben die Hamburger NovoMind mit da ins Spiel und sagte, da habe ich jetzt die letzte Zeit drauf gearbeitet. Und dann sind wir ja—
Joubin Rahimi
und ihr habt jetzt, glaube ich, den Dreiklang hattest du es genannt, ne? Genau, den iShop, iPIM und iAgent.
Alexander Zindler
Genau, angefangen hatten wir dann mit dem iPIM, dann ist der iShop irgendwie, weil wenigstens eine große API, um die man sich nicht mehr kümmern muss, eben diese Produktdaten sind, ne? Das war dann schon geklärt und inzwischen ist auch der iAgent bei uns im Service dazu gekommen.
Joubin Rahimi
Was macht ihr mit AI in dem Umfeld, in dem du tätig bist? Wo findet AI sich überall wieder?
Alexander Zindler
Also seitdem das ein Thema ist, haben wir an sich sofort versucht aufzuspringen, weil AI natürlich verspricht, viele unbequeme Probleme zu lösen, die wir schon so seit Jahren mit uns rumschleppen. Also fangen wir mal, bleiben wir mal beim PIM. Da gibt es natürlich lauter Prozesse, wo AI uns hilft. Also sei es drum, Bei der Produktbetextung, bei der Produktattributisierung einfach, aber auch wenn es um Bilder etc. pp. geht. Alles das sind Stellen, wo uns Agenten schnell helfen können. Oder ein so ein cooles Thema finde ich, wir hatten unseren Onlineshop dann schon in 7 Sprachen ausgerollt und in 6 europäischen Ländern. Und seit 10 Jahren waren wir immer auch mit Agenturen dabei, SEO-Texte für die Kategorien zu schreiben. Ah, ja, okay. Bei knapp 900 Kategorien, die wir im Onlineshop haben, war das immer ein Kampf gegen Windmühlen. Also zur besten Zeit hatten wir dann 165, glaube ich, umgesetzt. Der Rest wurde nie angefasst. Und dann hatten wir schon wieder Probleme, die zu überarbeiten, die wir da hatten, wieder nach aktuellsten Kategorien etc. pp. Das war eins der ersten Themen, die wir LLM-seitig gelöst haben und tatsächlich dann einfach 900 Kategorien, alle Sprachen innerhalb von, ich glaube, 3 Monaten hat das Gesamte gedauert, also inklusive Aufsetzen der KI-Prozesse.
Alexander Zindler
Wir hatten das alles blitzsauber betextet, wieder mitschauen bei uns auf der Seite, was für Produkte sind da eigentlich, welche Marken sind vertreten und so weiter alles.
Joubin Rahimi
Ihr hattet damals eine Agentur?
Alexander Zindler
Das haben wir 50/50 gemacht. Also wir haben eine Agentur, mit der wir schon seit Jahren einfach zusammenarbeiten, das ist die Firma Webnetz aus Lüneburg, auch so ein bisschen homie eben für uns, genau um die Ecke, und mit denen zusammen haben wir das halt letztlich entwickelt. Und inzwischen haben wir auch einen eigenen Mitarbeiter bei mir im Team, der nichts anderes macht außer KI.
Joubin Rahimi
Gut, mit AI braucht ihr jetzt, und einen Mitarbeiter braucht ihr wahrscheinlich gar nicht mal mehr, externe Unterstützung, oder?
Alexander Zindler
Brauchen wir trotzdem noch.
Joubin Rahimi
Ja?
Alexander Zindler
Ja, brauchen wir trotzdem noch, weil das ist ja ein Riesenthema. Also der Mitarbeiter hat sich jetzt erst mal gerade nur darum gekümmert, überhaupt, sage ich mal, so ein AI-Enablement für unsere Mitarbeiter. Da haben wir jetzt so eine Plattform ausgerollt, also dass nicht jeder privat irgendwie eben mit Gemini und ChatGPT unterwegs ist. Haben wir jetzt eine eigene Plattform ausgerollt, um das zu bündeln und um auch allen irgendwie Pro-Modelle zur Verfügung zu stellen. Und alleine damit ist er schon erst mal beschäftigt. Und es gibt aber so viele Ecken gleichzeitig, wo das auf einen einprasselt und wo es einfach auch Sinn macht und wo, wenn wir nicht dabei sind, wir auch direkt das Gefühl haben, den Anschluss zu verlieren, dass er außerdem noch dabei ist, mehrere externe Partner irgendwie zu orchestrieren, die da mit auch unterwegs sind.
Joubin Rahimi
Wie glaubst du, verändert AI das Marketing? Bisschen hast du ja schon Einblick gegeben. Und auch wie sich die Rollen und Organisation verändert, so deine Einschätzung?
Alexander Zindler
Ja, also der Impact ist, glaube ich, jetzt schon krass da. Also bei uns so auf 7, ich habe so 20 Mitarbeiter inzwischen bei mir in meinem Marketing-Team und wir sind jetzt seit 2, 3 Jahren auch stabil, sind aber vorher immer stark gewachsen. Und dieses stabil bleiben bis jetzt in den letzten Jahren bedeutet für uns schon, dass wir an sich nur den Output erhöht haben, also den Output pro Mitarbeiter erhöht haben. Und ich sehe es halt jetzt ganz krass, so kleinere Programmierprojekte gehen eben schon nicht mehr nach außen, die machen wir intern, die werden gecodet von irgendeinem Kollegen, der sich einigermaßen damit auskennt. Und ich sehe, dass gerade Kollegen, die sich drauf einlassen, auf KI im Generellen ihren Output unglaublich erhöhen, auch in Bereichen, wo sie vorher vielleicht gar nicht punkten konnten.
Joubin Rahimi
Wie ist die— Danke, da ist ganz viel drin, wo du sagst, Effizienzsteigerung und auch das Letzte, dass Menschen Sachen machen, die sie vorher eigentlich nicht gemacht haben. Ist auch manchmal der Eindruck so, dass jetzt andere mit deinen Jobs machen, weil sie dann irgendwas in die AI reinschmeißen und sagen: Mensch, Alexander, hier haben wir mal ein Konzept. Ja, vor allen Dingen techie.
Alexander Zindler
Das ist so, das finde ich gar nicht so schlimm, muss ich gestehen. Ich habe gestern dazu einen ganz witzigen, eine ganz witzige Masterclass hier vor Ort gehabt. Der hatte so ein so eine moderne Marketingabteilung skizziert, und er sagte dann auch, er glaubt, dass zukünftig eine Abteilung so aussah. Hatte er so ein Organigramm an die Wand geworfen, oben stand CMO, und darunter gab es nur noch nicht mehr E-Commerce-Manager und Social Media, sondern unten drunter gab es nur noch Mini-CMO, nannte er das. Das ist die Stufe unter dem CMO letztlich, weil alle darunter an sich in der Lage sind, die gesamten Marketprozesse, Marketingprozesse Prozesse in ihrer Ganzheit, wie der CMO auch sein sollte, zu behandeln und das Operative eben von Agenten übernommen wird. Das war so sein skizziertes Bild. Das fand ich ganz spannend, weil ich glaube schon, dass da die Entwicklung hingeht. Also ich glaube, dass diese Spezialistenrollen aufbrechen, weil die am ehesten am Ende auch für einen Generalisten bedienbar werden. Und ich fand diesen Ansatz ganz Und er sagte, man wird das ganz anders sehen. Er sagte, so ein Mini-CMO, der sitzt dann eher vielleicht auf einer bestimmten Produktgruppe oder auf einem Sortiment oder auch auf einem Kundensegment. Das ist sozusagen das, auf dem er sitzt und auf dem er dann agiert. Und das fand ich so einen ganz interessanten Ansatz. Und ich sehe schon, dass das da ein bisschen hingeht. Also auch wir werden uns sicherlich intern anders aufstellen müssen, als wir das bisher getan haben, um da agil am Markt zu bleiben und auch schnell reagieren können, weil ich glaube, wir können alle noch gar nicht absehen, wie groß der Impact eigentlich ist.
Joubin Rahimi
Ich darf jetzt ja genau die Marketing Operations für uns innerhalb der Gruppe— was können wir als Gruppe machen, wo haben wir noch drin, wo kann ich die Brands unterstützen, was brauchen wir von den Brands neu aufzustellen. Aber dieser AI-Zug, der verändert ja auch gleichzeitig so wahnsinnig viel und das ist im Moment echt spannend, ja, vernünftig zu sagen, okay, wie gehst du vor? Im Moment ist mein Ansatz, das in Stufen zu teilen. Dieser Mini-CMO finde ich, ist auch spannender Ansatz. Wir haben, ich habe einen anderen Namen genannt, aber auch jemand, der ganzheitlich die Brands unterstützt. Wir haben Text schreiben, tut dann die AI. Du musst halt noch jemanden haben, der den Qualitätssicherheit, den Kontext wahrt.
Alexander Zindler
Und deshalb, welchen Namen habt ihr dem Kind dann gegeben?
Joubin Rahimi
Noch haben wir keine.
Alexander Zindler
Ach so, habt ihr noch, okay gut. Also Mini-CMO, sagst du, könnte mit halten.
Joubin Rahimi
Ich nehme das mal mit. Vielleicht hören es die Kolleginnen und Kollegen dann. Dann haben sie Mini-CMO. Der Name, den wir haben, das ist Business Partner oder Accounter. Accounter ist ja eigentlich typischerweise Agentur. Aber wenn du einen richtig guten Accounter hast, der kennt ja deine Marke, der denkt für dich mit.
Alexander Zindler
Ja.
Joubin Rahimi
Ist ja kein Account Manager, wie so häufig.
Alexander Zindler
Ja, ich finde auch, der Gedanke passt irgendwie.
Joubin Rahimi
Ja, und Mini-CMO finde ich auch total witzig. Insofern danke für die Zeit und die Einblicke da drin. Wenn ihr Fragen an Alexander habt, gerne hier reinkommentieren. Ich glaube, auf LinkedIn kann man dich auch sicherlich finden.
Alexander Zindler
Ansonsten grube.de für das gesamte Produktsortiment.
Joubin Rahimi
Was kaufen und auf die Bestellung dann die Frage stellen. So ist es.
Alexander Zindler
Kommt tatsächlich bei uns auch bei mir an.
Joubin Rahimi
Insofern haben wir die Wege geklärt. Danke für deine Zeit.
Alexander Zindler
Gerne.
Joubin Rahimi
Und bis zum nächsten Mal. Danke.