Köln, Juni 2026. 51 % der B2B-Unternehmen würden bei einem IT-Totalausfall ihr Kerngeschäft sofort einstellen müssen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des B2BEST Barometer Vol. 22, den synaigy gemeinsam mit dem ECC KÖLN und OVHcloud veröffentlicht hat. Für die Studie wurden 200 Führungskräfte aus Großhandel und Herstellung befragt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie widerstandsfähig B2B-Unternehmen heute wirklich sind – und wo die größten Lücken zwischen Anspruch und Realität liegen.
Jedes zweite B2B-Unternehmen ist nicht auf einen IT-Ausfall vorbereitet
Digitale Resilienz als strategische Pflicht
Das Bewusstsein für das Thema ist in den Chefetagen längst angekommen: 62 % der befragten Unternehmen sagen, digitale Souveränität hat bei ihnen hohe Priorität auf Management-Ebene. Die operative Umsetzung hinkt jedoch hinterher. Nur 54 % der Unternehmen haben Frühwarnsysteme im Einsatz, die drohende IT-Ausfälle rechtzeitig erkennen. 33 % arbeiten auf Software, die nicht mehr regelmäßig aktualisiert wird.
Hinzu kommen strukturelle Belastungen: 39 % der Unternehmen nennen zu hohe Wartungs- und Betriebskosten als eine ihrer größten Herausforderungen, 38 % klagen über fehlendes IT-Fachpersonal. Diese Faktoren verstärken sich gegenseitig und bremsen notwendige Modernisierungen.
Ein weiteres zentrales Thema der Studie ist digitale Souveränität: 58 % der Befragten sehen die Kontrolle über die eigenen Daten als wichtigsten Aspekt. 47 % bewerten geopolitische Risiken durch nicht-europäische IT-Anbieter als hoch. Trotzdem setzt die Mehrheit noch auf eine Mischung aus europäischen und nicht-europäischen Lösungen.
3 Gründe, warum du dir die Studie ansehen solltest
1 | Du weißt, wo dein Unternehmen wirklich steht. Der Barometer liefert konkrete Benchmarks zu IT-Infrastruktur, Resilienz und digitaler Souveränität – aufgeschlüsselt nach Unternehmenstyp. Kein abstraktes Lagebild, sondern Zahlen, die du direkt einordnen kannst. |
2 | Du bekommst Argumente für interne Diskussionen. Ob Budgetgespräch, Strategiemeeting oder Vorstandspräsentation – konkrete Marktdaten helfen, das Thema digitale Resilienz aus dem IT-Bereich in die Unternehmensführung zu heben. Die Studie liefert genau das. |
3 | Du siehst, wo die Branche in fünf Jahren steht. 83 % der B2B-Unternehmen werden digitale Souveränität bis 2031 als hoch relevant einschätzen. Wer heute versteht, wohin sich der Markt bewegt, kann früher handeln – und sich den Vorsprung sichern. |
Die Daten sind eindeutig: Der Wille ist da, das Geld ist da, aber an den Grundlagen hat sich seit zwei Jahren nichts geändert. Das ist, als würde man sich jedes Jahr ein besseres Auto kaufen, aber nie die Straße reparieren. Wer KI nicht in seine Commerce-Architektur integriert und den Erfolg nicht misst, investiert in Hoffnung statt in Wettbewerbsfähigkeit.
Über das B2BEST Barometer
Im Rahmen des B2BEST Barometers beleuchten dieses Jahr das ECC KÖLN und synaigy quartalsweise die Stimmung im Großhandel und B2B-Vertrieb sowie aktuelle Trendthemen der Branche. Für die vorliegende Ausgabe (Q1 2026) wurden im März 2026 insgesamt 200 Großhändler und Hersteller online befragt. Schwerpunktthema: der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Unterstützt wird die aktuelle Ausgabe von OVHcloud.