#152 - Value Streams statt Mega-Projekt: 50.000 Invest, 500.000 Return, 2 Wochen Umsetzung

Klassisches B2B-Commerce steht unter Druck. Viele Unternehmen versenken dreistellige Millionenbeträge im Erhalt veralteter Plattformen, obwohl längst klar ist, dass diese Architekturen Innovation ausbremsen. In dieser insights!-Folge erklärt emporix-CEO Mark Holenstein, warum Value Streams, Composable Commerce und KI-Orchestrierung die Karten neu mischen und warum die nächste Customer Journey nicht mehr nur für Menschen gebaut wird. Der Beitrag fasst die wichtigsten Thesen für CEOs, CIOs, Heads of E-Commerce und Marketing zusammen und liefert konkrete Anhaltspunkte, wo du in deinem Unternehmen jetzt ansetzen solltest.

94 Prozent des C-Level denken, Legacy blockiert ihre Innovation. Bis zu 500 Millionen geben einzelne Firmen aus, um diese Legacy am Leben zu erhalten. Es wird nicht besser, es lebt einfach weiter. So wie ein Patient im Koma. Liegt da, macht nicht mehr viel, kostet aber dramatisch viel.

Mark Holenstein CEO emporix

Die unbequeme Diagnose: Legacy frisst Innovation

Eine Erkenntnis aus dem Gespräch mit Mark Holenstein bleibt hängen, ob du willst oder nicht. Die allermeisten Verantwortlichen im B2B wissen längst, dass ihre Legacy-Systeme Innovation blockieren. Und trotzdem bewegt sich oft monatelang nichts. Das ist keine vage Branchenmeinung, das ist die Realität in vielen Vorständen, in denen alle Anwesenden eigentlich das Gleiche denken.

Mark bringt dafür ein Bild, das sitzt: ein Patient im Koma. Einzelne Unternehmen geben bis zu 500 Millionen Euro aus, um genau diese alten Plattformen am Leben zu halten. Sie tun das nicht, weil sie schlecht informiert sind, sondern weil der erste Schnitt unbequem ist. Und genau diese Bequemlichkeit ist im B2B-Commerce gerade dabei, zum strategischen Risiko zu werden.

Value Streams statt Mega-Projekte: Der neue Takt im B2B-Commerce

Wer aus der alten Welt der monolithischen E-Commerce-Suiten kommt, kennt das Muster: drei Monate Konzept, sechs Monate Umsetzung, ein Jahr Implementierung, danach ein Release-Marathon, der niemals endet. Mark hat dem mit emporix einen radikal anderen Modus gegenübergestellt: Value Streams. Statt Tech-Roadmaps abzuarbeiten, definierst du ein konkretes Business-Problem und löst es in Tagen oder Wochen.

Ein Beispiel, das wir in der Folge sehr konkret durchgegangen sind, kommt aus den USA. Ein Industrieunternehmen wollte E-Mail-Bestellungen automatisiert ins Kundenportal überführen. Ergebnis: 50.000 Euro Invest, 500.000 Euro Return, zwei Wochen Umsetzung. Wer solche Zahlen einmal gesehen hat, stellt sich automatisch die Frage, warum klassische Projektplanung im B2B-Commerce überhaupt noch in Quartalen denkt.

Was steckt strukturell hinter einem Value Stream?

  • Business-First-Logik: Der Wert wird zuerst definiert, die Technologie folgt.
  • Low-Code- und No-Code-Konfiguration statt monatelanger Eigenentwicklung.
  • Integration in bestehende Systeme wie ERP, CRM und PIM, ohne sie zu ersetzen.
  • Messbare Ergebnisse innerhalb weniger Wochen, nicht weniger Quartale.

Stop Coding, Start Operating: Warum deine IT-Abteilung gerade ihren Job neu lernt

Eine der spannendsten Aussagen von Mark dreht sich um die Rolle der IT. Sein Credo lautet Stop Coding, Start Operating. Das ist bewusst zugespitzt, beschreibt aber treffend, was im Markt passiert. Cockpits, für die früher Entwicklerteams drei bis vier Monate gerechnet haben, entstehen heute in einigen Stunden. Auf einem Partnertag von emporix hat ein Berater einen kompletten Value Stream in rund acht Stunden gebaut.

Für CIOs und Heads of IT ist das keine Bedrohung, sondern eine Befreiung. Wer seine besten Leute aus dem Wartungsmodus holt und in echte Wertschöpfung umlenkt, gewinnt doppelt: einmal beim Kunden, der bessere Experiences bekommt, und einmal beim Team, das endlich an Themen arbeitet, die strategisch zählen. Wer das Spiel hingegen nicht mitspielt, finanziert mit hohem Eigenaufwand das, was im Wettbewerb längst konfiguriert wird.

Drei Abteilungen, ein verzweifelter Kunde

Eines der ehrlichsten Bilder aus dem Gespräch betrifft das klassische Abteilungsdenken. Marketing schreibt Texte, die der Vertrieb umschreibt. Der Vertrieb verspricht Dinge, die der Service später erklären muss. Jeder macht professionell seinen Job, und der Kunde fließt einfach drüber. Mark sagt sinngemäß: Mit jedem Handover geht etwas kaputt. Ich finde, präziser kann man das Strukturproblem im B2B kaum beschreiben.

Hier setzt KI als Orchestrierungs-Schicht an. Statt jede Abteilung einzeln zu optimieren, koordinieren Value Streams quer durch Marketing, Sales, Service und E-Commerce. Wenn ein Service-Mitarbeiter im Gespräch ein Kaufsignal entdeckt, triggert das System automatisch die nächsten Schritte. Wenn ein Vertriebler ein Cross-Sell-Potenzial erkennt, wandert die Information ohne CRM-Tetris dorthin, wo sie gebraucht wird. Der Kunde merkt davon nichts, außer dass die Brüche endlich verschwinden.

Die digitale Körpersprache: Warum gute Verkäufer schon immer KI waren

Mark erzählt im Interview die Geschichte eines ehemaligen Snowboard-Europameisters, der ihm vor Jahren gesagt hat: In meinem Laden weiß ich nach zwei Minuten, wo ein Kunde steht und was er braucht. Genau das will ich auch online. Aus diesem Satz ist über die Jahre die Disziplin geworden, die wir heute Buyer Intent oder digitale Körpersprache nennen.

Die Pointe: Ein guter Verkäufer hat schon immer das gemacht, was wir heute mit KI nachbauen. Er liest Signale, gewichtet sie, reagiert. Im digitalen Raum bedeutet das: Klickpfade, Verweildauer, Suchanfragen, Wiederbesuche und Kontextdaten werden in Echtzeit interpretiert. Daraus entsteht eine Customer Journey, die nicht mehr für alle gleich aussieht, sondern sich live an die Situation des einzelnen Nutzers anpasst.

Agent Experience: Wenn dein nächster Kunde kein Mensch mehr ist

Die wahrscheinlich provokanteste These der Folge betrifft die Zukunft der Schnittstelle selbst. Klassische Webshops bleiben relevant, daran lässt Mark keinen Zweifel. In den USA laufen aktuell noch rund 60 Prozent des B2B-Geschäfts über klassische, manuelle Kanäle. Gleichzeitig schicken die ersten Einkäufer schon Agenten los, die ihnen das passende Ersatzteil oder den günstigsten Lieferanten suchen.

Mark spricht deshalb nicht mehr nur von Customer Experience, sondern von Agent Experience. Die Frage lautet nicht länger nur, ob deine Plattform für Menschen funktioniert, sondern auch, ob Maschinen verlässlich mit ihr kommunizieren können. Wer seine APIs, Produktdaten und Schnittstellen heute nicht agentenfähig aufstellt, wird in wenigen Jahren digital schlicht unsichtbar sein. Und das in einem Markt, in dem 60 Prozent aller B2B-Transaktionen heute noch traditionell laufen, das Wachstum aber klar auf der digitalen Seite liegt.

Was du jetzt konkret prüfen solltest:

  • Sind deine Produktdaten strukturiert, vollständig und maschinenlesbar?
  • Bietet deine Plattform stabile, dokumentierte APIs, die Drittsysteme und Agenten nutzen können?
  • Hast du Mechanismen, die zwischen menschlichem Nutzer und Agent unterscheiden können?
  • Sind Preisgestaltung, Verfügbarkeit und Logistikinformationen in Echtzeit abrufbar?

Was du als Entscheider jetzt mitnehmen musst!

Wenn du im Unternehmen für E-Commerce, IT oder Customer Experience verantwortlich bist, lohnt es sich, drei Fragen sehr ehrlich zu beantworten. Erstens: Wie viel deines IT-Budgets fließt in den Erhalt von Legacy, statt in Wertschöpfung? Zweitens: Wo in deiner Customer Journey verlierst du systematisch Information, weil Marketing, Sales und Service nicht synchron arbeiten? Drittens: Wenn morgen der erste Einkaufsagent auf deinem Shop landet, kann er dann sauber mit dir interagieren?

Mark hat das Gespräch mit einem Satz beendet, der gut ohne Hochglanz auskommt: Menschen und Technologie können gemeinsam schöne Dinge bauen. Das ist im Kern keine technologische Botschaft, sondern eine kulturelle. Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus dieser Folge: Die nächste Welle im B2B-Commerce wird nicht von der Plattform mit den meisten Features gewonnen, sondern von dem Unternehmen, das den Mut hat, sich neu um den Kunden herum zu organisieren.

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Hier ist der Inhalt:

Joubin Rahimi

Grandios, dass ihr wieder dabei seid zu einer neuen Folge von Insights. Mein Name ist Joubin, Joubin Rahimi, und heute habe ich mit dabei Mark, Mark Holenstein von emporix. Du führst emporix an, aber vielleicht magst du 2, 3 Sätze zu dir und auch zu emporix sagen.

 

Mark Holenstein

Ja, also erstmal super, danke, dass ich hier sein darf, Joubin.

 

Joubin Rahimi

Gerne.

 

Mark Holenstein

Auch danke, dass wir auf der Konferenz hier dabei sein dürfen. Ist super spannend für uns. Ja, mein Name ist Mark, komme aus der Schweiz. Ich bin seit 30 Jahren, glaube ich, so im E-Commerce-Bereich unterwegs und seit einem Jahr eigentlich CEO von der Emporix. Was wir machen, eigentlich aufgrund von Erfahrungen, die wir bei Hybris gemacht haben, dass wir halt E-Commerce auf das nächste Level ziehen. Und das nächste Level ist eigentlich halt Artificial Intelligence oder KI-basiertes E-Commerce. Und das machen wir eigentlich ganz gut, vor allem mit einem Fokus auf B2B.

 

Joubin Rahimi

Und lass uns da mal einsteigen. Wir sind ja hier auf der Insights-Konferenz von uns, hatten gerade zwei Vorträge und ein Panel, und durch die ganzen Vorträge zum Panel kamen wir irgendwann zu dem Punkt: In der Zukunft wird die IT-Abteilung gar nicht mehr die Sachen einfach nur runterschreiben. Also die IT-Abteilung wird sich verändern und eine Anforderung wird es nicht hochstandardisiert geben, sondern viel flexibler. Und die IT macht das gar nicht mehr, sondern der Fachbereich macht eigentlich die Anwendung oder die Lösung da rein. Ich weiß, ihr habt ja immer mehr neue Kunden und ihr löst ja hauptsächlich große Systeme da ab. Wie ticken da die Kunden von euch? Also sehen die das ähnlich? Ist das jetzt eine gespinnerte Idee von einer Konferenz oder wie habt ihr euer Multimillionen-Invest, den ihr macht als neuer Softwareanbieter, auf was stützt ihr das? Waren jetzt gleich 3 Fragen auf einmal.

 

Mark Holenstein

Ich versuche die, also ich glaube, wir sind 100% überzeugt, dass Technologie eigentlich wichtig ist, aber eigentlich die Business-Konversation in den Vordergrund stellen sollte. Also ich glaube, das ist ein großer Unterschied vielleicht zu früher, dass man heute eigentlich nicht mehr über Features, Functions und APIs spricht, sondern heute spricht man eigentlich über Business-Nutzen. Also was ist der konkrete Nutzen, den ich da erzielen kann? Wir sind totale Verfechter von Low-Code/No-Code, was ja eigentlich auch wieder heißt, dass Business-Leute Technologie nutzen, um ihr Wissen eigentlich in einer einfachen Weise auch in ein System reinzukriegen. Zusammen natürlich mit Leuten wie synaigy, die natürlich denen auch hilft, denke ich mal, die Komplexität so ein bisschen runterzubrechen. Aber also ja, ich denke Business first, Technology follows, finde ich sehr wichtig. Und wir haben so was erfunden, was wir Value Stream nennen. Und Value Stream heißt eigentlich schon Wert. Und Value Streams sind einfach per Definition businessgetrieben. Das heißt, die lösen irgendein Businessproblem in einer sehr einfachen, guten Weise. Und ich als Business-Verantwortlicher konfiguriere das dann auf meine Bedürfnisse runter. Von dem her, ja, ich denke mal, die Zeiten haben sich dramatisch geändert, aber auch im guten Sinne. Dass Business halt sagt, was sie wollen und eigentlich auch selber umsetzen kann, mit Hilfe von IT natürlich immer.

 

Joubin Rahimi

Wer hat denn eigentlich dann das Geld und wer entscheidet dann?

 

Mark Holenstein

Das glaube ich jetzt so.

 

Joubin Rahimi

Ich mache mal eine Frage. Ja, ich finde das eine super Frage.

 

Mark Holenstein

Und ich glaube, die Antwort ist aber eigentlich schon seit 30 Jahren die gleiche.

 

Joubin Rahimi

Immer Business.

 

Mark Holenstein

Das Geld hat eigentlich eher das Business, weil Sie sind ja auch dann draußen am Markt und generieren dann eigentlich auch das Business. Also von dem her denke ich mal, Ownership ist immer Business. Eigentlich auch gut, finde ich, wenn Business Ownership hat. Und die Technologie hilft halt einfach, das dann auch umzusetzen in einer guten Art und Weise.

 

Joubin Rahimi

Ich unterschreibe vollkommen, Business hat immer das Geld. Meine Frage habe ich nicht präzise genug gestellt, glaube ich. Vorher saß Business da und die IT hat diesen Auswahlprozess, also ERP, oder vor 15 Jahren Software, ERP-Auswahl, nee, E-Commerce-Auswahl. Da war die IT häufig ganz stark mit dabei, wobei noch viel stärker war sie natürlich in ERP oder richtig tiefen Backend-Systemen dabei, dann zu sagen, nicht nur was es wird, aber sehr stark zu führen in dem gesamten Zuge. Jetzt ist so die Frage: Ist die IT da wirklich noch starker Entscheider in diesem Prozess? Oder sagt der Fachbereich nicht: Das sind die Sachen, die ich so oder so brauche, weil ich habe das Geld. Ihr müsst es ja vielleicht einfach nur hinstellen. Ich implementiere das ja. Also ich überspitze mal: Ich implementiere das Ganze ja auch. Du musst ja gar nicht dann den Prozess runtercoden, weil das macht ja mein Abteilungsleiter, der dann halt die Abwicklung von Incidents macht.

 

Mark Holenstein

Ja, Gut, wenn ich jetzt so gucke, wer heute so in diesen Terminen jeweils sitzt, dann glaube ich, ist es immer noch so eine Fifty-fifty-Präsenz von Leuten. Zum Schluss ist ja eigentlich der Wert von allem, was man tut, auch, dass es integral mit den bestehenden Systemen wie ein SAP-System ist. Und ich glaube, sobald man irgendwo einstöpselt, kommt die IT natürlich. Klar, oder wenn du irgendwelche Daten rausziehen willst, dann kommt die IT auch dazu. Und das ist ja auch wichtig, denke ich mal, dass es dann auch alles so läuft, damit es sicher ist und keine Risiken da kreiert werden. Von dem her, ich glaube, heute ist es mehr so 50/50. Früher war es zu stark, denke ich mal, immer schon IT-getrieben, was dann das Ownership manchmal schon auch ein bisschen vermissen lassen hat. Deshalb finde ich eigentlich diese 50/50-Geschichte gar nicht so schlecht.

 

Joubin Rahimi

Seht ihr denn durch die Value Streams so eine andere Verschiebung in dem, wie man mit so einem Tool dann arbeitet? Also ihr seid jetzt ein paar Jahre am Markt, habt ja die Erfahrung gesammelt und die ersten Langläufertests, die sind ja relativ neu.

 

Mark Holenstein

Genau, die sind ja ziemlich neu. Die sind ja eigentlich ziemlich neu. Das Coole an diesen Value Streams finde ich halt, und ich fand das schon immer cool früher auch, dass man in 2 Wochen was macht. Oder 2 Stunden.

 

Joubin Rahimi

Was ich vorher Wochen gebraucht habe.

 

Mark Holenstein

Genau. Und früher hat man sich mal 3 Monate überlegt, hey, wie soll das überhaupt ausschauen? Was mache ich denn da? Wie setze ich das Zeug so um? Und dann Valley Stream, zum Beispiel ACA in USA, 2 Wochen Arbeit, E-Mail-Bestellungen werden vollautomatisiert, eigentlich digitalisiert und dann gehen direkt ins Kundenportal hoch. 50.000 Invest, 500.000 Return. 2 Wochen Aufwand. Das sind so die coolen Dinge, finde ich. Aber trotzdem funktioniert es in einem größeren Kontext. Also es ist nicht nur jetzt so eine U-Boot-Lösung, die man da schnell so ein bisschen reinbringt. Ich glaube schon, dass das auch eine Herausforderung ist für Firmen heute, dass man vor allem auch für IT, also ich bin ein Verfechter von Stop Coding, Start Implementing oder Start Operating und Das zwingt Leute eigentlich auch, weniger zu entwickeln und mehr zu konfigurieren.

 

Joubin Rahimi

Und wir haben es bei uns auch gesehen: Softwareentwickler, die mit den großen Lösungen arbeiten konnten und das lange gemacht haben, die haben verstanden: Die Lösungen bringen vieles mit, das nutze ich und entwickle nicht alles neu. Jetzt ist es ja noch weiter. Es bringt vieles mit. Ich muss es als Softwareentwickler gar nicht nutzen, das macht ja jemand anders dann. Das finde ich, ist ein großer Unterschied wahrscheinlich im Zusammenspiel. Ich wollte jetzt noch auf die Anfrage raus. Du hast gesagt Wert. Wenn man jetzt aber sagt, es hört sich jetzt spannend an, ich habe schon ein E-Commerce-System, weil ich sag mal, der Markt ist fast gesättigt. Also fast jeder Kunde hat ja schon etwas implementiert. Warum soll ich Geld in die Hand nehmen, ist ja Geld, Zeit, Defokussierung von etwas, um eine neue Plattform zu entwickeln? Also, das Value Streams ist halt ein Thema. Andere Firmen haben vielleicht auch bisschen was. Aber was macht jetzt so den Unterschied? Dass Firmen wirklich sagen: Ich wechsle die Plattform. Was kostet der? In der heutigen Zeit zu sagen: Ich will Geld sparen, kostet ja einfach Zeit, Geld und defokussiert. Eigentlich im Winter des E-Commerce-Marktes habt ihr gesagt, wir starten mal durch.

 

Mark Holenstein

Ja, ich glaube, dass ob es jetzt der Winter ist oder der Frühling.

 

Joubin Rahimi

Ihr kommt jetzt in den Frühling rein.

 

Mark Holenstein

Aber wir sind zum zweiten Frühling, denke ich mal. Wir sind ja alles alte Jungs, die das schon mal gemacht haben.

 

Joubin Rahimi

Ihr macht das anders jetzt, ne?

 

Mark Holenstein

Ja, wir machen das total anders. Aber ich glaube, die Leute müssen es auch anders machen, und das werden wir heute auch im Vortrag mit Vaillant hören. Es gibt so Erkenntnisse, dass auf C-Level 94% im C-Level weiß, dass eigentlich Legacy die Innovation blockt.

 

Joubin Rahimi

Merken. Glaube ich.

 

Mark Holenstein

Ich glaube, das müssen Sie merken. 94% des C-Level denken Legacy blockiert meine Innovation. Und das seht ihr wahrscheinlich viel mehr, als wir noch sehen, oder? Wie, ich weiß nicht, so Hybris-Zeiten, 5 Jahre Projektentwicklung, 50 Millionen Investitionen und nix bewegt sich eigentlich heute. Und das Zweite ist eben, dass die Firmen dann auch bis zu 500 Millionen, müssen wir uns mal vorstellen, Bis zu 500 Millionen geben Firmen, einzelne Firmen aus, um diese Legacy am Leben zu erhalten. Es wird ja nicht besser. Es lebt ja einfach weiter. So wie so ein Patient im Koma. Liegt halt einfach da, macht aber eigentlich nicht mehr viel, aber kostet halt dramatisch viel. Und das glaube ich, ist jetzt heute kombiniert mit der Revolution, die durch die KI kommt, dass sich Firmen einfach grundsätzlich noch mal verändern müssen. Also da bin ich 100% überzeugt. Und es stimmt schon, dass wir eigentlich jetzt mit einer Message kommen: Hey, ihr müsst euch erneuern, weil mit KI wird das alles dramatisch anders werden, wie man mit Kunden eigentlich kommuniziert und wie man mit Kunden auch Business macht. Und ich glaube, da braucht es mentalitätsseitig auch Umdenken. Also Kann ich mich um den Kunden rum organisieren und organisiere ich den Kunden nicht um mich herum? Weil das ist eigentlich etwas, was wir schon lange wollen, aber eigentlich nie geschafft haben. Ich glaube, mit KI kriegen wir es hin, dass wir uns wirklich um den Kunden rum organisieren und dann müssen alle dramatisch effizient werden.

 

Joubin Rahimi

Und das Verhalten muss verändert werden. Wo du das gerade sagst. Ich hatte mit einem Kollegen von mir, 4, 5 Stunden, manchmal telefonieren wir abends im Auto, Autofahren. Auch angerufen, als ich dann aus München losgefahren bin und 3 Stunden später, dreieinhalb, haben wir aufgelegt, da war ich fast dann wieder schon in Köln. Und da haben wir dann auch über, wir haben SAP und führen SAP bei uns ein, aber nicht nur SAP, auch noch andere Systeme, um Sachen durch unser Wachstum auch zu standardisieren. Vollkommen richtig, dass wir das tun. Aber auf der anderen Seite habe ich gesagt: Na okay, du willst alle immer in diese Standards zwängen, Und jetzt gehen wir mal von uns als Firma aus und dann haben wir einen Kunden und haben einen Standardvertrag. Das mag sein, aber Kunden haben auch ihre Verträge und es gibt Kunden, die sagen: „Nee, mache ich nicht." Oder: „Ich will dieses Zahlungsziel haben." Oder: „Im Werkvertrag will ich diese Klauseln haben." Also man hat ja Vorstellungen. In einer guten Customer Journey, die wir als Dienstleister auch unseren Kunden natürlich bieten sollten, will ich sie doch nicht an so einen festen Prozess packen. Und haben wir dann nochmal einen Tag danach richtig intensiv wieder mal so ein Abendding diskutiert. Eigentlich müssen wir das doch anders stricken. Der Input-Parameter muss total flexibel sein, auch für den Vertrieb oder Customer Care. Und da dachte ich dann halt auch an die Value Streams, dass du einfach reinpacken kannst, was du willst. Und die AI formt das so, dass es in ein Datenmodell reinpasst und Änderungen einfach schnell gemacht werden können. Und wenn der Kunde sagt, ich will das und das haben und du hast 10 Freigaben, die du intern brauchst, weil das nicht einfach so entschieden werden kann, dass ein System das hinten schnell macht und du nicht sagst: Ja, okay, in 2 Wochen komme ich wieder und dann haben wir den nächsten Vorschlag. Weil klar, es wird ja nicht alles abgenickt, sondern es wird dann irgendwie diskutiert. Daran dachte ich gerade, gerade jetzt, aber auch nach der Fahrt, dass ihr das Problem halt einfach mitnehmt. Also diese Inzidenz dort zu bearbeiten. Total.

 

Mark Holenstein

Ja, ich glaube, eins, was ich immer spannend finde: Wir organisieren uns ja in Marketing, Sales, Service, E-Commerce und das sind ja eigentlich Ich war letztens mal in einem Forrester Event im Marketing-Track drin.

 

Joubin Rahimi

Genau, das ist alles super hart.

 

Mark Holenstein

Und Marketing hat sich über Sales beklagt, dass die nie das nutzen, was Marketing an Texten rausgibt. Das wird von den Sales-Leuten nicht genutzt und das wird dann umgeändert und so weiter. Und dann die Service-Leute sagen: Ja, aber der Sales, der verspricht da irgendwelchen Blödsinn. Und das ist eigentlich schon spannend, dass wir uns wahrscheinlich, um uns professionell aufzustellen und den Job zu machen, den man machen sollte, schon gut machen. Aber der Kunde, der schert sich ja eigentlich wirklich nicht so wirklich drum.

 

Joubin Rahimi

Wir machen das gut machen, so professionell, Abteilung, ne? Doc, doc, doc, doc. Aber der Kunde will—

 

Mark Holenstein

Ja, der fließt da eigentlich so drüber und mit jedem Handover geht halt irgendwas kaputt.

 

Joubin Rahimi

Es ist Bambi.

 

Mark Holenstein

Genau, das ist so wie auf der deutschen Autobahn.

 

Joubin Rahimi

Oh, das tut weh, das tut weh. Dann kannst du ja direkt noch mal die Bahn hinter herschieben.

 

Mark Holenstein

Gerne, gerne. Bringe ich auch noch.

 

Joubin Rahimi

Aber wie könnt ihr euch überlegen, auch für euch? Also es sind Abteilungen und heißt ja schon so eine Abteilung. Ich teile etwas ab.

 

Mark Holenstein

Ja, das habe ich gar nicht gesehen.

 

Joubin Rahimi

Aber ja, ist schon im Wort drin.

 

Mark Holenstein

Ist im Wort drin. Und ich glaube, muss man echt, wir als Softwarehersteller haben wahrscheinlich da auch zu beigetragen. Klar, wir haben jetzt CRM erfunden und gesagt, das ist für die Sales-Leute. Ja, und dann haben wir Service-Applikationen erfunden, das ist für die Serviceleute. Dann haben wir Marketing Automation erfunden, das ist für Marketing. Bei SAP haben wir sogar versucht, da eine Suite zu bauen. Wir haben das Customer Engagement Commerce genannt. Aber wir haben uns nie die Mühe gemacht. Wir haben schöne Slides gebaut, dass das wichtig ist und so weiter. Aber wir haben uns nie die Mühe gemacht, diese Systeme eigentlich auch zu verknüpfen.

 

Joubin Rahimi

Und das hat gefehlt.

 

Mark Holenstein

Da hat etwas gefehlt, der das so durchgehend macht.

 

Joubin Rahimi

Nehmen wir mal Customer Relationship Management System. Okay, also Customer Managen finde ich oder Customer Relationship irgendwie managen. Ja, aber du hast ja ganz viele Relationen zum Kunden und Verknüpfungspunkte. Hast du gesagt Service? Ich habe einen Incident. Ist ja auch ein Teil der Verknüpfung. Das ist dann auf einmal ein anderes System. Das ist total bei dir. Das ist ja bei euch anders gedacht. Das hatten wir kennengelernt.

 

Mark Holenstein

Ja, und wir hatten einen coolen Call eigentlich diese Woche mit einem großen Industrieunternehmen in der Schweiz und Das ist wirklich spannend. Dann haben wir so ein bisschen unsere Vision gezeigt. Man muss eigentlich, Kunde ist dynamisch vorne raus, man hat eben Sales, Service, E-Commerce und Marketing. Und er sagt, ich finde das geil. Das ist eine coole Vision, weil ich habe Serviceleute, die wissen viel mehr über den Kunden als die Salesleute. Also möchte ich doch, wenn der Servicemann da mit dem Kunden quatscht und irgendwo was identifiziert, dass der sofort irgendwo was pingt.

 

Joubin Rahimi

Sofort sieht.

 

Mark Holenstein

Genau, dass er sofort sieht und den Trigger setzt und sagt, hey, da geht was. Und dann springen halt alle Leute dann koordiniert drauf. Fand ich auch geil, dein Buyer Intent. Muss ich auch sagen. Ja, du hast auch so eine coole Software gebaut, wo du irgendwo feststellen kannst, hey. Ja, genau. Und das finde ich eben auch super, weil das kann man ja eigentlich dann so ein bisschen angucken. Sobald der Impuls kommt, der triggert dann den Value Stream an und der koordiniert dann halt durch, dass der Kunde auch wirklich professionell und schnell eigentlich geholfen wird. Das ist etwas, was wir unbedingt bei uns jetzt auch einbauen wollen in den Value Stream.

 

Joubin Rahimi

Die digitale Körpersprache nennen wir das immer. Du hast ja Buyer-Intent. Das hatte ich. Also wir sagen immer digitale Körpersprache, weil vielleicht ist es ja gar kein Buyer, nur Informationssammler. Das weißt du gar nicht.

 

Mark Holenstein

Ja, das finde ich sehr schön.

 

Joubin Rahimi

Kann ja alles sein.

 

Mark Holenstein

Sehr schönes Bild.

 

Joubin Rahimi

Der Gedanke kam, also wir haben es im Einsatz gehabt beim Fahrradhändler und in dem Einsatz ist es so, es gibt ganz viele, die da einfach Lust haben, bei dem zu kaufen, weil sie selber Rennrad fahren oder Mountainbike. Und dann verbringst du Stunden auf so einer Website. Ich fahre auch gerne Rennrad. Ich kann dann halt wirklich Stunden auch einfach nach Schuhen gucken oder welche Kombinationen gibt es dann halt. Dort Fahrradrahmen und Schaltung von SRAM oder Balla Balla. Und wenn dann meine Frau sagt, du hast aber noch eine Aufgabe für die Kids, die brauchen noch Rückleuchten, bin ich ja immer noch der gleiche Joubin, aber in einem anderen Modus. Okay, Rückleuchten kaufen. Und da verhalte ich mich anders. Und deswegen sagen wir halt diesen diese Körpersprache zu deuten.

 

Mark Holenstein

Aber das ist doch die Kunst, oder? Dass du diese Körpersprache— Ich finde immer, der Garfield Schuller war einer unserer ersten Hybris-Kunden. Der war Europameister im Snowboardfahren. Und wo ich den das erste Mal getroffen habe, habe ich gesagt: Marc, bei mir kommt jemand im Pluto-Meter-Store rein und in 2 Minuten weiß ich, wo der gerade steht und was der gerade braucht. Und das will ich genau im Onlineshop auch haben von dir. Und eigentlich ein guter Salesman oder ein guter Berater, der spürt das ja raus, oder?

 

Joubin Rahimi

Ja, total intuitiv irgendwo.

 

Mark Holenstein

Aber du baust jetzt das digital nach, dass wir das eigentlich auch online dann, dann dieses Knowledge haben.

 

Joubin Rahimi

Das nehmen wir als Beispiel auch noch, wenn du irgendwo reinkommst. Ich habe also für jede Veranstaltung Die wir hier machen, kaufe ich mir immer neue Schuhe. Jetzt wissen wir es. Zum einen, Patricia und Marc sagen immer, du kannst nicht immer mit den gleichen Sachen rumlaufen. Haben sie auch vollkommen recht. Ich habe zwar auch mehr Sachen, aber— Brauchst du auch Brandvorgaben für den Job hier? Ja klar. Ich werde hier wie eine Puppe einfach nur angezogen. Ist aber gut gelungen, muss man sagen. Wir lachen. Gut gelungen. Ja, das ist super, aber ich kaufe dann die Schuhe, aber das ist vor einem Event. Ich stelle mir vor, was ich anziehe, und dann bin ich relativ fokussiert. Und das war dann halt jetzt auch so. Ich bin in einen Laden reingegangen und da hat mir der Typ einfach zu viel gequatscht. Der muss mich in Ruhe lassen. Der hat meine Körpersprache nicht gelesen. Und beim anderen bin ich rein und dann gescannt, gescannt, gescannt und dann hat er gefragt: Wenn was ist, ich bin gerne da. Ich sehe, Sie wissen, was Sie wollen. Zack! Wo habe ich gekauft? Genau da. Aber beim anderen habe ich gesagt: Ich kann nicht denken. Hör auf zu reden.

 

Mark Holenstein

Ja, ja, ja, das ist wirklich. Und genau das ist ja, glaube ich, ein gutes Beispiel, oder? Customer Journeys sind heute einfach hochdynamisch und es ist nicht eben immer das Gleiche.

 

Joubin Rahimi

Total.

 

Mark Holenstein

Und man muss das halt einschätzen können. Und ich glaube, genau das versuchen wir halt, dass wir die zuerst mal Marketing, Sales, Service als Einheit irgendwo auf die Customer Journey, wir nennen das orchestrieren, können, aber natürlich dann auch das Finance und Supply Chain auch zu Rate gezogen werden, wenn es dann wirklich darum geht, hier muss auch was geschickt werden und hier muss auch Kreditwürdigkeit geprüft werden. Also ich glaube, es ist schon ein komplexes Konstrukt, so ein Unternehmen, und der Kunde ist noch komplexer. Aber ich glaube, mit dieser Orchestrierung, die KI-getrieben ist, haben wir so was Neues gefunden, glaube ich, was einfach wichtig ist. Deshalb, by the way, glaube ich eben, aus dem frühen wird ein dramatisch schöner Sommer werden. Vielleicht dieser Sommer, vielleicht der nächste Sommer, wissen noch nicht genau wann. Aber Firmen müssen sich dramatisch verändern, um diese nächste Welle zu kriegen.

 

Joubin Rahimi

Total.

 

Mark Holenstein

Und das startet mit Composable. Man muss weg von diesen alten Monolithen. Du brauchst ein Orchestration Layer.

 

Joubin Rahimi

Eigentlich geht es auch nicht um Composable, es geht auch nicht um Macht, das ist alles Tech.

 

Mark Holenstein

Das ist alles Tech. Aber natürlich brauchst du eine gewisse Grundlage, um dann oben die Kür hinzukriegen mit der KI. Ich glaube, du brauchst gewisse Grundlagen, damit die KI oben drüber dann auch dramatisch frei funktionieren kann.

 

Joubin Rahimi

So als Abschlussfrage: AI verändert auch vieles auf der Kundenseite und auch, wie eingekauft wird. Wie seid ihr darauf vorbereitet? Also es gibt ja immer die Diskussion, es gibt dann keine Webshops mehr und so weiter. Also aus meiner Sicht totaler Schwachsinn, weil es gibt auch immer noch Innenstädte und so weiter. Es gibt halt einfach einen weiteren Kanal. Wie seid ihr da aufgestellt als Emporix, um dann halt diesen Agentic Commerce mit zu unterstützen?

 

Mark Holenstein

Also, by the way, ich glaube 100%, was du sagst, die Kanäle habe ich mir gerade angeguckt. In den USA ist immer noch 60% vom B2B-Business auf traditionellen manuellen Kanälen unterwegs. Wird vielleicht immer noch ein bisschen weiter geschiftet, aber es ist schon immer noch viel. Von dem her glaube ich auch, werden Agenten einfach einen neuen, also wir nennen das Agent Experience, Also nicht Customer Experience, sondern Agent Experience. Was das genau sein wird, wissen wir heute, glaube ich, alle noch nicht so wirklich. Aber wir wissen, dass Einkäufer Agenten losschicken werden. Find mir einfach das günstigste Ersatzteil für meine Maschine hier. Und dann musst du mit diesen Agenten auch kommunizieren können. Und so versuchen wir halt eben die Grundlagen zu schaffen. Und ich glaube, nach wie vor sind so gewisse technische, solide Grundlagen, die du haben musst. Dass oben eine KI dynamisch funktionieren kann. Und da sind wir voll überzeugt. Also irgendwann wird die KI wahrscheinlich diese Webseite dynamisch zusammenbauen für dich, weil du willst ja keine Beratung. Du willst ja das mal gucken und dann das wird dynamisch eigentlich alles zusammengebaut werden vornheraus, ohne dass man da noch groß Dinge zusammen—

 

Joubin Rahimi

Wenn du einfach sagst im B2B, Mensch. Einer meiner ersten richtig großen B2B-Kunden ist Phoenix Contact gewesen, eigentlich meiner, mit denen durften wir Sachen machen. Ich stelle mir das gerade vor, großes, riesengroßes Industrieunternehmen, und du kommst auf die Webseite als Siemens, die dann halt Energieanlagen bauen, und die Sparte Züge halt Züge baut, und dann erkennt er das, und die AI baut dann halt das alles um, dass es ideal ist. Das ist eigentlich das, was du beschrieben hast.

 

Mark Holenstein

Ja, ich glaube eben, ich glaube, KI wird uns helfen, wirklich Dinge dynamisch zusammenzubauen aufgrund von irgendwelchen Dingen, die wir da über Impulse herausspüren können. Sei es eine Customer Experience, sei es eine Webseite oder sei es für einen Agenten oder sei es auch User Interfaces. Also ich glaube, die Zeit ist vorbei, wo man 3, 4 Monate für Wir bauen Cockpits irgendwo in 2 Stunden mittlerweile. Und sagen: Okay, du willst ein Account Payable Cockpit haben? Ja, hier, schau mal. Zack. Zack, gebaut. Der Bene hat da auf unserem Partnertag ein Value Stream gebaut. Jesus Christ. Das war irre, was der da in 8 Stunden zusammengebaut hat, oder?

 

Joubin Rahimi

Aber warum hat er das gemacht? Die hatten richtig Bock. Warum hatten die Bock? Weil die sagen: Technologie ist cool. Und die Menschen sind cool, mit denen man das zusammen machen kann. Die waren einfach heiß wie Frittenfett.

 

Mark Holenstein

Ja, das ist— Ich fand ja deinen Punkt eigentlich zum Schluss immer super. Ja, es ist zum Schluss, glaube ich, diese Community. Ja, das ist ja, mein Georg auch gerade gesagt, dass das ein Vibe war, so ein cooler Vibe, undefinierbar irgendwo, so ein bisschen wie hier, wenn ich hier reinkomme. Ja, das ist ein undefinierbar positiver Vibe da.

 

Joubin Rahimi

Das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern das ist genau das, was wir hier ja auch leben wollen.

 

Mark Holenstein

Ja, und das ist für mich jetzt so was, was ich von dir mitgenommen habe, eigentlich für uns auch. Hey, alright, das ist ja eigentlich wirklich cool, wenn die Leute eigentlich sich manchmal auch im Markt wieder begegnen, aber hier doch alle sind und dynamisch was Neues kreieren wollen. Ja, und das war jetzt für mich einer der großen Takeaways, was ich von dir da mitgenommen habe, vom Partner Summit, dass wir müssen schauen, dass wir diese Community so richtig am Leben erhalten und auch pflegen. Menschen wird es hoffentlich immer brauchen.

 

Joubin Rahimi

Es wird es auf jeden Fall weiterhin geben.

 

Mark Holenstein

Und das macht das Leben auch lebenswert, glaube ich. Von dem her: Ja, alle Technologie, aber ich glaube, Menschen und Technologie zusammen können dann schöne Dinge bauen.

 

Joubin Rahimi

Es gibt keinen schöneren Schlusssatz. Menschen und Technologie können schönere Dinge bauen.

 

Mark Holenstein

Danke.

 

Joubin Rahimi

Danke dir.

 

Mark Holenstein

War sehr spannend.

 

Joubin Rahimi

Total. Und wenn ihr Fragen habt, postet gerne rein.

 

Mark Holenstein

Das mit der deutschen Autobahn, das war jetzt nicht so böse gemeint.

 

Joubin Rahimi

Ja, weil du hast recht, das ist das Schlimme. Hast ja recht. Insofern, wir freuen uns auf einen Dialog mit euch. Danke, dass ihr zugehört und zugeschaut habt. Und Mark, danke für deine Zeit und all die Infos.

 

Mark Holenstein

Aber danke dir. Freue mich auf einen schönen Tag.

 

Joubin Rahimi

Den werden wir haben.

Du hast Fragen oder Feedback?

Dann kontaktiere uns gerne direkt.

Joubin Rahimi
Managing Partner synaigy GmbH

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