#154 - B2B-Sales at it’s best: So gewinnst du massiv B2B-Deals - mit Henning Heesen

In dieser insights! Folge sprechen Joubin Rahimi und Sales-Coach Henning Heesen über die Wahrheit hinter erfolgreichem B2B-Vertrieb in der Tech- und Agenturwelt. Henning erklärt, warum die meisten Agenturen nicht am Wachstum ihrer Kunden arbeiten, sondern nur an Systemen, warum Beziehungen wichtiger sind als jedes Produkt und wieso Kommunikation, die beim Kunden resoniert, der wahre Wachstums-Hebel ist. Du erfährst, wie Cold Calls heute wirklich funktionieren, was Chemistry-Fit-Meetings bewirken und warum gute Verkäufer dauerhaft geben, bevor sie nehmen.

Witzigerweise würde ich sagen, dass die wenigsten Agenturen am Wachstum des Kunden arbeiten. Die bauen ein System, und das System hilft dann vielleicht dem Kunden zu helfen. Wenn du nicht weißt, wie das Businessmodell deines Kunden funktioniert, dann baust du ja eigentlich nur ein Auto, und ob der da glücklich mit wird oder nicht, ist dann egal.

Henning Heesen Sales-Coach

Dein bestes Produkt ist wertlos, wenn dich keiner mag

Es gibt einen Satz von Henning Heesen, der dir hängen bleibt, sobald du ihn einmal gehört hast: Rule Number One in Sales is get your customer to like you. Übersetzt heißt das, du kannst die brillanteste Lösung, das schickste Pitch-Deck und die innovativste Architektur haben. Wenn dich dein Kunde nicht mag, kaufst du nichts. Das ist im B2B-Sales nicht romantisch gemeint, sondern eine ziemlich kalte Beobachtung aus jahrzehntelanger Praxis.

Henning, Senior Sales Advisor und Initiator der Agency Growth Days, beschreibt damit ein Verhalten, das vor allem in der Tech-Welt verbreitet ist. Viele Verkäufer reden lieber über ihre Technologie, ihre Features und ihre Architektur, statt sich für das Business des Kunden zu interessieren. Das ist verständlich, weil Tech-Verkäufer oft selbst aus der Technik kommen. Es ist aber auch der Grund, warum so viele Pitches scheitern, obwohl die Lösung passt. Wer im B2B-Sales nachhaltig gewinnen will, muss sich von der Idee verabschieden, dass das beste Produkt sich von allein verkauft.

Warum 90 % aller Agenturen am Wachstum ihrer Kunden vorbeiarbeiten

Henning ist überzeugt, dass die meisten Agenturen gar nicht am Wachstum ihrer Kunden arbeiten. Sie arbeiten an Systemen ihrer Kunden. Sie wählen ein CMS aus, integrieren ein PIM, bauen einen Shop. Und dann hoffen sie, dass aus dem fertigen System irgendwann Umsatz wird. Aber wenn niemand fragt, woher der Umsatzsprung eigentlich kommen soll, dann ist das, in seinen Worten, wie ein Auto bauen, ohne zu wissen, wohin der Kunde fahren will.

Im Kern fehlt vielen Anbietern eine simple Disziplin: das Businessmodell des Kunden zu verstehen. Ein Kunde im Fashion-Bereich mit 40 % DB1 hat einen ganz anderen Spielraum als ein Elektronikhändler mit 7 %. Ein Mittelständler, der eine Drehmaschine kauft, rechnet bis auf den Euro zurück, wann sie sich amortisiert. Und sobald du diese Mechanik nicht abbilden kannst, sondern nur über Module und Migrationen sprichst, bist du raus. Wer also Wachstum versprechen will, muss zuerst lernen, das Wachstum seines Kunden zu rechnen.

Marketing, das resoniert: Der Köder muss dem Fisch schmecken

Henning bringt das Thema Marketing auf einen Punkt, der unbequem ist. Marketing ist Kommunikation, die beim Kunden resoniert. Nicht bei dir. Schau dir die Webseite einer beliebigen Tech-Agentur an. Du findest dort fast immer dasselbe Muster: ein bisschen Excellence, ein bisschen Innovation, dazu Bilder von Menschen am Laptop und ein paar Logos. Was du nur selten findest, sind Bilder aus der Welt der Kunden, also Maschinen, Möbel, Werkstätten, Lager, Showrooms.

Genau hier liegt aber der Schlüssel. Henning beschreibt es so: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Übertragen auf Marketing heißt das, dein Content, deine Sprache, deine Bildwelt müssen für den Kunden funktionieren, nicht für dich selbst. Ein paar einfache Fragen helfen dir dabei:

  • Spricht meine Webseite die Themen meiner Zielkunden an, oder nur meine eigenen Leistungen?
  • Zeige ich die Welt meiner Kunden in Bildern und Use Cases, oder nur Stockfotos von Teams am Laptop?
  • Verwende ich die Sprache der Branche, in der mein Kunde unterwegs ist?
  • Wird in meinem Pitch klar, welches konkrete Geschäftsproblem ich löse, oder nur, welche Technologie ich beherrsche?

Wer diese vier Punkte ernsthaft prüft, merkt schnell, an welcher Stelle die eigene Kommunikation am Kunden vorbeischreit. Und das gilt nicht nur für die Webseite, sondern für jeden Touchpoint, von der Cold-Mail bis zum Sales-Deck.

SPIN-Selling: Vom Pain zum Impact statt zum System

Im Discovery-Gespräch passiert in vielen Tech-Agenturen ein subtiler Fehler. Der Verkäufer fragt den Kunden nach seinem Pain, hört Stichwörter wie weniger manuelle Prozesse oder Umsatzverschiebung, und springt im nächsten Atemzug in die Tool-Empfehlung. Genau hier setzt Henning mit dem klassischen SPIN-Modell an: Situation, Pain, Impact, Need. Der entscheidende Schritt liegt im Übergang vom Pain zum Impact. Es reicht nicht, den Schmerz zu identifizieren. Du musst beziffern, was der Schmerz den Kunden konkret kostet und was die Lösung konkret bringt.

Wenn dein Kunde 20 Millionen Umsatz macht und 10 % mehr will, sind das 2 Millionen mehr. Aber wie viel davon ist Gewinn? Wie hoch sind DB1, Kosten, Investitionsbereitschaft? Aus diesen Zahlen entsteht ein echter Business Case. Und ein Business Case ist das einzige Argument, das in einer ernsthaften Kaufentscheidung Bestand hat. Wer als Agentur oder Tech-Anbieter Wachstum verspricht, muss diesen Case rechnen können. Sonst ist jedes Angebot nur eine Hoffnung in PDF-Form.

Beziehungen schlagen Tech-Stacks: Die unbequeme Wahrheit im Tech-Vertrieb

Es klingt nach Klischee, ist aber datenbasiert: Menschen kaufen bei Menschen. Henning hat in seinen ersten Jahren Stahlrohre verkauft, also ein Produkt, das man wirklich nicht spannend pitchen kann. Er hat dabei gelernt, dass Aufträge in solchen Märkten über Beziehungen entstehen, nicht über Produktargumente. In der Tech-Welt ist das nicht anders. Du verkaufst meistens kein fertiges Produkt, sondern ein Versprechen auf eine Lösung, die erst nach Monaten der Delivery sichtbar wird. Diesen Vertrauensvorschuss bekommst du nur als Mensch, nicht als Tool.

Daraus entsteht das Konzept des Chemistry-Fit-Meetings, das immer öfter in großen Ausschreibungen auftaucht. Nicht mehr nur Prozesse und Methodik werden geprüft, sondern auch, ob die Teams menschlich zueinanderpassen. Wer das ignoriert, hat ein Problem. Du kannst die beste Lösung anbieten, wenn die Chemie zwischen den Teams nicht stimmt, scheitert das Projekt. Und genau deshalb gehört Beziehungspflege, Smalltalk und Empathie heute zum Pflichtprogramm jedes Sales-Teams in der Tech-Branche.

Die 3 Stufen zum Abschluss: Ich kenne dich nicht, ich kenne dich, ich mag dich

Vermutlich das nützlichste Modell der ganzen Folge ist Hennings 3-Stufen-Logik. Sie definiert, wann du im Sales-Prozess überhaupt nach Business fragen darfst. Sie ist simpel, aber sie wird in der Praxis ständig verletzt.

  • Stufe 1: Ich kenne dich nicht. Du fragst nicht nach Business. Du baust nur einen ersten Kontakt auf.
  • Stufe 2: Ich kenne dich. Du fragst noch immer nicht nach Business. Du machst Angebote mit Mehrwert, lädst ein, vernetzt, hilfst.
  • Stufe 3: Ich mag dich. Jetzt darfst du als Verkäufer proaktiv über Business sprechen. Häufig wird der Kunde dich von sich aus fragen.

Der Knackpunkt liegt in Stufe 2. Hier scheitern die meisten Vertriebler, weil sie zu schnell verkaufen wollen. Hennings Antwort darauf ist erstaunlich klar: Geben, geben, geben, geben. Dann wirst du bekommen. Im Cold Call heißt das, du startest mit Mehrwert, nicht mit dem Produkt. Du lädst ein, du teilst Wissen, du öffnest dein Netzwerk. Wer das dauerhaft macht, baut sich einen Vertriebskanal, der robuster ist als jede Outbound-Maschine.

Cold Calling ist nicht tot. Du machst es nur falsch.

Viele schreiben Cold Calling tot, aber Henning sieht darin nach wie vor einen der unterschätztesten Vertriebskanäle. Die Bedingung: Du musst aufhören, im Cold Call zu verkaufen. Der beste Cold Call beginnt mit dem Satz, dass du heute gar nichts verkaufen möchtest. Stattdessen lädst du den Kunden ein zu einem Event, zu einer Konferenz, zu einem Networking-Format, das für ihn relevant ist.

Genau dieser Mechanismus steckt hinter erfolgreichen Formaten wie insights!, Behind Closed Doors oder Digital Horizon. Sie funktionieren, weil sie Mehrwert in den Vordergrund stellen und Sales in den Hintergrund. Und sie funktionieren langfristig, weil sie genau die Stufen-Logik aus dem vorigen Kapitel bedienen. Wer als BDR oder Cold-Caller mit der Haltung anruft, dem Gegenüber etwas zu schenken, statt etwas abzuringen, hat in deutscher B2B-Kommunikation einen Vorteil, den die meisten unterschätzen.

Wenn du diese Folge in einem Satz zusammenfassen müsstest, dann etwa so: Sales und Marketing sind keine Disziplinen, in denen das beste Produkt gewinnt. Es gewinnt der, der am besten mit dem Kunden kommuniziert, sein Geschäftsmodell versteht und Beziehungen aufbaut, die belastbar sind. Das ist eine ziemlich klare Ansage an eine Branche, die sich in Tools und Methoden verlieben kann.

Wenn du Verantwortung in einer Agentur, einem Tech-Anbieter, im E-Commerce oder im Marketing trägst, lohnt es sich, die eigenen Sales-Routinen mal mit Hennings Brille anzuschauen. Verstehe ich mein Geschäftsmodell des Kunden? Resoniert meine Kommunikation? Stehe ich auf Stufe 3 oder noch auf Stufe 1? Drei Fragen, die deine Pipeline 2026 nachhaltig verändern können. Und wenn du tiefer eintauchen willst, schau dir die ganze insights! Folge mit Henning Heesen auf YouTube an.

Du möchtest dir die Folge in voller Länge anhören?
Hier findest du den Podcast des Interviews:

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Hier findest du eine Aufzeichnung des Interviews:

Du möchtest lieber lesen? 

Hier ist der Inhalt:

Joubin Rahimi

Grandios, dass ihr wieder dabei seid zu einer neuen Folge von insights!. Mein Name ist Joubin, Joubin Rahimi und heute mit dabei Henning Heesen. Hi Henning!

 

Henning Heesen

Hi Joubin!

 

Joubin Rahimi

Du, wir kennen uns ja schon eine Weile. Ja, wir haben uns mal auf der Bühne, durfte ich dich mal anmoderieren.

 

Henning Heesen

Genau, vor paar Jahren. Wo denn?

 

Joubin Rahimi

Nicht Multichannel Day, das war bei so einer Eisenwarenmesse. Ah ja, von von Micha. Genau, da war es nicht so voll.

 

Henning Heesen

Nee, da war es nicht so voll.

 

Henning Heesen

Da war es noch nicht so voll. Die Einsenwarenhändler waren noch nicht so online.

 

Henning Heesen

Aber ich hatte am ersten Tag einen Vortrag Tag, da saßen irgendwie 10, 12 Leute. Am zweiten Tag hatte ich einen Vortrag, da saß keiner. Ja, aber die hatten ja dann Live-Übertragung. Ich habe dann Deal rausbekommen, der in der Live-Übertragung war.

 

Joubin Rahimi

Verrückt! Also Live-Shopping, Shopping TV mit Henning.

 

Henning Heesen

Ja, genau.

 

Joubin Rahimi

Was ich spannend finde, ist, du bist ja Verkaufstrainer und Sales-Trainer, wobei das klingt immer so klein, Vertrieb ist ja mega wichtig, und du hast irgendein Format aufgesetzt, die Agency Growth Days.

 

Henning Heesen

Genau.

 

Joubin Rahimi

wie bist du erstmal drauf gekommen, Agency Growth Days als Format aufzusetzen, wo Agenturen doch eigentlich von Natur aus immer Wachstum ihren Kunden versprechen?

 

Henning Heesen

Ja, das stimmt.

 

Joubin Rahimi

Und jetzt hast du, ja okay, die haben es aber auch nicht. Stimmt, ihr habt da so eine Idee, ja, wie bist du drauf gekommen.

 

Henning Heesen

Also, wie bin ich da drauf gekommen? Als Sales Trainer musst du den Leuten eigentlich nur Kommunikation beibringen, wirklich.

 

Joubin Rahimi

Sales ist Kommunikation. Kommunizieren.

 

Henning Heesen

Und ich frage immer in meinen Sales-Trainings als Erstes: Was glaubt ihr, wer ist erfolgreicher am Markt? Das erfolgreichste Produkt oder das beste Produkt, sorry, oder das Produkt oder der Anbieter, der am besten kommuniziert? Was glaubst du?

 

Joubin Rahimi

Relativ klar, der, der am besten kommuniziert.

 

Henning Heesen

Und die, denen es gerade schlecht geht, die kommunizieren einfach gerade schlecht. So, also Sales oder Marketing ist Kommunikation. Und dann muss man wissen, Marketing ist Kommunikation, die resoniert, und nicht bei mir. Joubin ist ein Name, der resoniert bei dir? Bei mir nicht. Du bist 47, du bist dann geboren irgendwie... Dann bist du geboren 1977. Du hast was mit 1977. Wenn du jetzt ein T-Shirt kaufen möchtest mit deinem Geburtsjahr und da sagt jemand, ja, ich habe nur noch einen 78er liegen, da sagst du nicht, let's do it.

 

Joubin Rahimi

Ist auch geil.

 

Henning Heesen

Machst du nicht. Du hast nichts mit 76, du hast nichts mit 79, mit 75, 75. Genau. Genau, du hast was mit deinem Geburtsjahr, du hast was mit deinem Vornamen. Das Lieblingswort jedes Menschen ist sein Vorname, der eigene Name. Und wenn ich den Namen deines Vaters nennen würde, also all die Abstufungen, mit denen du dich identifizierst, dann springst du da drauf an. So, und wichtig zu wissen ist, eine Anschaffung, mit der ich mich identifiziere, ob das jetzt eine Uhr ist, ein Pulli, eine Marke, mit deinem Cappy. Eine Anschaffung, mit der ich mich identifiziere, ist eine Belohnung. So, alles andere sind Kosten. Weil deshalb ist eine Rolex für 8.000 okay, für 20.000 auch okay, für 50.000 auch okay. Da spielt Preis keine Rolle.

 

Joubin Rahimi

Weil es eine Belohnung ist.

 

Henning Heesen

Weil es eine Belohnung ist. Und die Belohnung ist aber nur die Identifizierung. Deshalb, ich trage zum Beispiel Lacoste, weil ich finde Lacoste in meinem Alter, ich bin jetzt 52, finde ich so eine Brand, die ist nicht zu viel und nicht zu wenig. So, 60 für ein T-Shirt ist aber eigentlich Bullshit!

 

Joubin Rahimi

Das ist viel.

 

Henning Heesen

Aber ich meine, ich brauche das. So, ich meine ja auch, ich brauche Nike, und dann sehe ich schon mal geile Schuhe, No Name, für 60 oder 100 Euro, und denke ich mir, ah, No Name ist schon viel, bei Nike 80 Euro ist nicht viel. So, wir reden also über Identifizierung, was ich den Leuten, Technologieherstellern oder Anbietern oder Agenturen beibringe, und diese Kommunikation muss resonieren. Was wäre ein Vorname einer Agentur? Eine Abwandlung. Also die Abwandlung. Agency, oder? Dann sagt der: Ey, das bin ich! Oder? Was ist deren Pain gerade?

 

Joubin Rahimi

Die haben keine Kunden.

 

Henning Heesen

Wachstum. Agency Growth Day. So komme ich auf Agency Growth Day. So, und wenn du im Möbelbereich unterwegs bist und die Möbeler kämpfen mit Wachstum, jetzt sag ich mal, ne? Dann machst du einen Möbelwachstumstag. Also im Prinzip ist Marketing, und das müssen viele lernen, Marketing ist Kommunikation, die resoniert beim Kunden. Und es gibt super viele Webseiten, die reden über wir und wir haben CMS und wir haben irgendwie ein PIM und so. Das resoniert aber nicht beim Kunden. Der Kunde hat Möbel oder Traktoren oder Pflanzen. Und wenn du eine Webseite aufbauen möchtest, zum Beispiel, die beim Kunden resoniert und du verkaufst an Maschinenbau, welches Bild musst du zeigen? Von deiner Agentur, dass da Leute am Computer sitzen, oder vielleicht von der Maschine? Guck mal, wie viele Agenturen die Bilder zeigen von deren Kunden. Keiner. Die reden nur über sich und dann soll der Kunde sich damit identifizieren. Und die Schlauen machen das. Aber so bin ich auf Agency Growth Day gekommen. Ich dachte, was ist die Abwandlung des Vornamens? Agentur. Und was ist deren Pain? Das Wachstum. So, wenn das jetzt Agency KI Day wäre oder AI, das wird jetzt anspringen für die, die KI interessiert. Aber so bin ich darauf gekommen.

 

Joubin Rahimi

Okay, mega spannend. Aber warum nicht Möbeltag? Also Möbel Growth Days.

 

Henning Heesen

Ja, genau, weil ich ja Agenturen als Kunden habe. Also ich habe Agenturen und Tech und SaaS hersteller. Und demnächst machen wir auch ein Tech SaaS Growth Day. So, also im Prinzip diesen Köder, der Köder muss ja dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Ja, aber deshalb musst du immer anders machen.

 

Joubin Rahimi

Das ist ja keine Weisheit.

 

Henning Heesen

Also theoretisch hast du ja nie Stress mit deiner Frau, wenn du immer nur sagst, was sie hören möchte. Aber wer kriegt das hin?

 

Joubin Rahimi

Wer kriegt das hin?

 

Henning Heesen

Sehe ich gut aus? Ja, natürlich, Schatz. Und bringst den Müll raus? Ja, Natürlich, Schatz, dann hättest du ja null Probleme. Aber immer wieder in diese Reflexion zu gehen und zu sagen, was müsste ich jetzt sagen, damit sich das gut beim Kunden anhört, ohne dass ich lüge und authentisch bleibe, das ist Marketing in gut.

 

Joubin Rahimi

Und jetzt hast du Agenturen, Agenturen sind dein Kunden.

 

Henning Heesen

Ja, und der Hersteller. Genau.

 

Joubin Rahimi

Was ich mich halt gefragt habe, Agenturen, wir machen das ja für unsere Kunden. Wir machen ja die Marketingseite Wir optimieren die E-Commerce-Seiten für unsere Kunden. Wieso bekommen viele das für sich nicht hin?

 

Henning Heesen

Ja, witzigerweise würde ich sagen, dass die wenigsten Agenturen arbeiten am Wachstum des Kunden. Die bauen ein System.

 

Joubin Rahimi

Also eher Tech-Agenturen.

 

Henning Heesen

Genau, also die bauen ein System und das System hilft dann vielleicht dem Kunden zu helfen. Also ich weiß nicht, wie ihr es handhabt, aber es gibt ja in der Discovery gibt es die Spin, die Situation, Pain, Impact, Need und oben noch Sympathie drauf. Und aus dem Pain einen Impact zu generieren. Also die Leute sagen ja, welchen Schmerz haben Sie denn? Und dann sagen die Leute, ja, wir wollen, keine Ahnung, wir wollen manuelle Prozesse verringern oder so, mehr digital machen.

 

Joubin Rahimi

Wir wollen Verschiebung, ist so ganz häufig.

 

Henning Heesen

Ja, Umsatzverschiebung, genau so. Und dann wechseln die meisten, wechseln dann in ein System, sagen die, ja, ein Storyblok oder wie auch immer kann das und das. Aber du musst auf den Impact des Kunden gehen und musst sagen, okay, manuelle Prozesse verringern oder Umsatz? Meine Frage ist dann immer, wie viel Umsatz denn mehr? Ja, wissen wir nicht. Dann würde ich jetzt sagen, das heißt, wenn ich dir jetzt ein Angebot für 500 Riesen mache und du weißt nicht, wie viel du verdienen kannst, dann unterschreibst du? Nee. Okay, wollen wir mal den Business Case machen? Machen die wenigsten, weil sie nicht interessiert sind an dem Case beim Kunden. Und Sales ist vieles, ne? Sales ist aber, deinem Kunden helfen zu gewinnen.

 

Joubin Rahimi

Total.

 

Henning Heesen

Und wenn du du nicht weißt, wie das Businessmodell deines Kunden funktioniert, dann baust du ja eigentlich nur ein Auto. Und ob der da jetzt glücklich mit wird oder nicht, ist dann egal. Deshalb, viele Agenturen arbeiten nicht am Wachstum des Kunden, die arbeiten an Systemen des Kunden, damit das dann beim Kunden läuft. Und deshalb, im B2B ist es ein bisschen andersrum, da geht's öfters über einen Use Case, weil da sitzt irgendwie ein mittelständischer Unternehmer irgendwie, der muss Maschinen kaufen, und der rechnet sich eine Drehmaschine rechnet der sich bis auf den Euro zurück, wie schnell die sich amortisiert. Wie viele Leute heutzutage schon, deshalb finden so wenig Deals statt, aber vor 2, 3 Jahren, wer hat da gerechnet, ob ein Shopware-Shop oder irgendwie ein großes Projekt sich lohnt. Da war ein Budget für eine Million und gut ist.

 

Joubin Rahimi

Ja, gerade mit Corona ist ja, also das ist mein Eindruck gewesen, ist ja ganz viel passiert.

 

Henning Heesen

Ja.

 

Joubin Rahimi

Und dann sind Kunden einfach wieder so ins Tal gehauen und gesagt, was haben wir eigentlich alles aufgebaut.

 

Henning Heesen

Ja, genau. Ja, overstack. Da hast du deinen ganzen Garten ausgestattet, und so ist das vielleicht in der Technologie auch gewesen. So, und jetzt denkst du dir, ich muss ein bisschen— nee, aber ich glaube, die wenigsten Agenturen arbeiten am Wachstum des Kunden und müssen das, lernen das auch bei mir. Also ein Business Case machen und eigentlich nur in dem Case des Kunden denken. Und du bist ja wahrscheinlich auch so gepolt, dem Kunden vielleicht auch mal sagen, hey, vielleicht gar nicht so eine gute Idee. Also in deinem Fall, wenn ich du wäre, würde ich das nicht machen. Und das schon, das schon, dann arbeitest du am Wachstum des Kunden.

 

Joubin Rahimi

Ja, und immer das, was wir hier machen, ist ja auch ein Teil des Ganzen, auch unsere INSIGHTS Konferenz und so weiter, dass die einfach ein Stück weiterkommen.

 

Henning Heesen

Genau, genau, also das Netzwerk deines Kunden vergrößern und den Knowledge deiner Kunden vergrößern. Und wie ich es den Leuten beibringe, den Leuten auch persönliche Freuden machen, zum Beispiel eine Wiesn-Einladung oder lachende Arena, einfach Beziehungen aufbauen.

 

Joubin Rahimi

Da machen wir einiges ähnlich. Ja, also, dass ich gesehen habe, du hast uns ja auch mal mit eingeladen. Ja, genau, da entstehen Beziehungen, die sonst nicht entstanden wären.

 

Henning Heesen

Genau. Und wir Menschen kaufen eigentlich bei Menschen, die wir mehr mögen, als weniger mögen. Und in den Agenturen oder Tech-Anbietern ist das auch so. Man meint, deshalb habe ich das gefragt mit dem besten Produkt, man meint, man kauft das beste Produkt. Nur wenn ich dich nicht mag, ne, und du hast das beste Produkt, ne, No way!

 

Joubin Rahimi

Wir sehen ja auch Elon Musk, er ist ja in Deutschland erstmal gehypt worden und jetzt halt nicht mehr.

 

Henning Heesen

Genau.

 

Joubin Rahimi

Und die Zahlen korrelieren damit.

 

Henning Heesen

Wie kann das sein, dass du das Auto plötzlich geiler oder weniger geiler findest? Weil der Eigentümer irgendwie was macht und so bist du gepolt. Deshalb müssen wir lernen, in dieser Tech-Welt müssen wir lernen, Beziehungen aufzubauen. So, ich habe mir in den ersten 10 Jahren Leben habe ich Stahlrohre verkauft. Da konnte ich dem Kunden nicht sagen, guck mal, meine Rohre sind rund. Und die haben dann vorne und hinten ein Loch. Da baust du Beziehungen auf. Einladungen, Fußball, essen gehen, saufen in Düsseldorf, essen. So, das Game. Und das müssen wir so ein bisschen lernen, die Beziehungen aufzubauen. Und witzigerweise haben Agenturinhaber vor 10, 15, 20 Jahren eigentlich nicht eine Tech-Agentur gegründet, weil sie Menschen so liebten. Die haben eine Tech-Agentur, weil die Tech so liebten. Jetzt müssen sie raus, weil der Berg nicht zum Propheten kommt. Die kommen nicht mehr zu dir.

 

Joubin Rahimi

Verrückter Gedanke.

 

Henning Heesen

Und jetzt musst du zum Beispiel Smalltalk lernen oder halt, wie man besser kommuniziert, so dass die Leute meinen, du wärst die bessere Lösung, was im Teamfeeling dann auch so ist.

 

Joubin Rahimi

Ja, häufig ist es ja nicht nur die Lösung, ne? Es ist die Software, das ist das Team, das existiert, das ist das Verständnis füreinander. Und es ist ja auch, wenn irgendwas nicht gut läuft, wie bekomme ich die Kuh vom Eis?

 

Henning Heesen

Genau.

 

Joubin Rahimi

Und wenn du das hinbekommst, dann weißt du, das Projekt läuft jetzt.

 

Henning Heesen

Und der Kunde kauft dauerhaft bei dir. Und deshalb gibt es bei großen Ausschreibungen heutzutage Chemistry-Fit-Meetings. Da geht es ja eigentlich um Prozesse zeigen und so, ne? Aber dann hieß das Ding ja Prozesse zeigen fit. Chemistry-Fit heißt ja schon, okay, kommen wir als Team miteinander klar? Kannst die beste Lösung kaufen, wenn die Teams nicht zueinander passen, ne, geht das ganze Projekt nicht.

 

Joubin Rahimi

Ich habe es auch noch nie Chemistry Fit gehört.

 

Henning Heesen

Ja, ja, doch, ich schon. Ja, ja, Chemistry Fit Meeting, ja, genau.

 

Joubin Rahimi

Ja, super.

 

Henning Heesen

Da spürst du, ob du als Menschen zusammenpasst, weil die Leute kaufen immer ein Team.

 

Joubin Rahimi

Jetzt haben wir Team, du hast gesagt, das sind ja eigentlich Techies. Also dein Background sind ja Techies.

 

Henning Heesen

Genau, PO, PM, genau.

 

Joubin Rahimi

Jetzt sagst du ein bisschen wie Katze. Wir sind eher Hunde. Wir vorne sind: Oh my way! Lass mal stoppen ein bisschen und gucken, was kann der dann.

 

Henning Heesen

Genau.

 

Joubin Rahimi

Und die Katzen denken so, was wollen die denn da jetzt? Und wieso stellt er so eine Frage? Ja, das ist gut. Und so vergleiche ich das immer.

 

Henning Heesen

Ja, stimmt.

 

Joubin Rahimi

Die können die Sachen super machen, aber was das angeht, das sind immer die Katzen aus meiner Sicht.

 

Henning Heesen

Ja, genau, genau. Aber das matchst du dann wahrscheinlich in den Meetings auch, ne? Wenn du weißt, da sitzen 4 Techies, dann bringst du immer mindestens 2 Techies mit.

 

Joubin Rahimi

Zum einen das, ja, also wir haben immer gemischtes Team. Ja, ich bin ja sogar ursprünglich Techie gewesen, aber ich war nie eine Katze. Aber wenn du dann halt mit einem Techie über Tech-Sachen sprichst, dann verstehe ich dann, ja, okay, der ist nicht einfach nur bezahlt.

 

Henning Heesen

Genau, der hat auch Kompetenz.

 

Joubin Rahimi

Dann ist das okay.

 

Henning Heesen

Ja, genau, genau.

 

Joubin Rahimi

Aber irgendwann ab einer gewissen Größe ist es zu weit weg.

 

Henning Heesen

Für dich?

 

Joubin Rahimi

Ja, das ist auch mit der ganzen Themenvielfalt und du musst noch tiefer drinstecken, witzigerweise, weil es ja viel weniger gedroppt wird.

 

Henning Heesen

Und was auch ist, es gibt da ein Altersmatch im Business.

 

Joubin Rahimi

Aber was ist mit dem 29-Jährigen?

 

Henning Heesen

Der weiße Bart und ein 24-jähriger Lead Developer oder so, das kann matchen, wenn der wirklich eine alte Seele hat. Aber grundsätzlich, wenn du da irgendwie einen Entscheider sitzen hast, so alt wie du, Weißt du, der sieht, er hat so ein Bart wie du, der denkt, okay, check, ihr könnt da, wir können über Miami Vice reden und man weiß, wo man drüber redet. Und da sitzen, weiß ich nicht, vielleicht noch ein 40-Jähriger, noch ein 30-Jähriger und zwei, keine Ahnung, zwei 25-, 26-Jährige. Dann ist am schlausten auch wieder da kommunizieren, das zu matchen, damit die Leute sich da auf der Altersebene austauschen können. Ich habe einen Kunden, der schickt nur Frauen zu Kunden, nur Frauen. Wir haben eine Conversion Rate von 70% plus, weil die unangreifbarer sind als manche Alpha-Males, die dann so meinen, die müssen dann so ein bisschen die Meeting und das Projekt dominieren. Also von daher musst du über deine Kommunikation, was du sagst, wie du es sagst, aber auch aus diesem Menschen heraus denken.

 

Joubin Rahimi

Immer das Miteinander setzen.

 

Henning Heesen

100%. Also Menschen kaufen bei Menschen eine Lösung. Und in unserem Business kaufen die Leute ja nicht ein fertiges Produkt, wo du zeigst, guck mal, das ist ein Tisch, der ist dreieckig und so. Du verkaufst irgendwie so ein Ding auf PDF oder auf dem Bildschirm, und das muss der dir ja glauben bis nach der Delivery. Weil bis nach der Delivery sieht er ja erst über Monate, deshalb kauft er das bei dir. Wir kaufen das bei Menschen, vor allen Dingen diese Lösungen, die wir anbieten, die kaufen wir beim Menschen. Deshalb bist du das Produkt.

 

Joubin Rahimi

Deswegen sind gute Vertriebler, auch diejenigen, die wissen, wovon sie reden.

 

Henning Heesen

Genau, es gibt nur noch ganz wenig Vertriebler, die— ich kenne da ein paar noch in unserer Branche, die haben null Ahnung. So, wenn der der Chef ist läuft das immer weil das ist halt der Stimmungsmacher. Ja, komm, das läuft gut. Nur wenn du wenig Kompetenz vom Produkt hast und du bist nicht der Chef, also du hast nicht die Relevanz im Unternehmen, dann ist das schwierig. Als Chef kannst du Stimmung machen, Party machen, dann mögen die dich und das Unternehmen.

 

Joubin Rahimi

Weil du das Setup ja dann hast.

 

Henning Heesen

Ja, genau.

 

Joubin Rahimi

Aber ich möchte auch noch eine Lanze brechen für die BDRs. Wir haben jetzt neulich einen Anruf von einem Geschäftsführer eines größeren Handelsunternehmens, und der hat gesagt: Du, was ich dir noch sagen wollte, wir telefonieren hin und wieder, nicht Anruf, WhatsApp-Nachricht war das. Mich hat eine Frau angerufen von euch, gefragt, ob ich auf die insights komme, und ich weiß zwar jetzt nicht, wie sie heißt, aber das war so echt authentisch, sie hatte so ein Interesse, was mich da auch interessiert. Ich bin einfach glücklicher aus dem Gespräch rausgegangen, und das war richtig toll. Ja, und das ist so, das finde ich, kann nur BDR oder Cold Caller, ist ja nicht ja eine Menge bewirken.

 

Henning Heesen

Aber in Deutschland ist ja kein Bock drauf, aber der Unterschied hier ist, ne, und das ist, das ist, wie du das System bauen musst, und ihr baut das gut, ne. Ihr habt die insights!

 

Joubin Rahimi

wir haben die insights!.

 

Henning Heesen

Hast du auch drüber nachgedacht, das Wort resoniert beim Kunden. Und das andere ist

 

Joubin Rahimi

Behind Closed Doors, ist vom Lars, aber mit euch,

 

Henning Heesen

aber resoniert auch wieder bei Entscheidern. Die denken sich so, ja genau,

 

Joubin Rahimi

 also Behind Closed Doors haben wir ja noch nicht mal Insta.

 

Henning Heesen

Ja, I know, I know, super erfolgreich, ne? Wir arbeiten ja mit dem Lars. Aber der Teil BDR, den du jetzt gerade ansprichst, ne, der Weg raus, und das jetzt für alle. Der Weg raus aus: Ich möchte dir kalt was verkaufen, ist Einladungen.

 

Joubin Rahimi

Total.

 

Henning Heesen

Es gibt zwei Stufen, drei Stufen im Business, die du respektieren musst, bis du nach Business fragst. Die erste Stufe ist: Ich kenne dich nicht. Da fragst du nicht nach Business. Das ist irgendwie ein Erstkontakt. Die zweite Stufe ist: Ich kenne dich. Da fragst du nicht nach Business. Da bietest du, machst du Angebote mit Mehrwert für den Kunden. Die dritte Stufe ist: Ich mag dich. I like you. Da können wir über Business reden. Wenn wir zwei nebeneinander gesessen haben, wir treffen uns noch 2, 3 Mal, auch beim Saufen auf den Wiesn, dann sage ich irgendwann zu dir: Joubin, du kaufst jetzt dieses scheiß Sales-Training bei mir. Und dann sagst du: Ja, let's do it! Also von: Ich kenne dich nicht, zu: Ich kenne dich, zu: Ich mag dich. Und erst bei: Ich mag dich, kannst du als Verkäufer proaktiv sagen, jetzt machen wir Business. Was du aber sehen wirst, und wahrscheinlich kennst du das aus Erfahrung, von ich kenne dich nicht zu ich kenne dich, und dann gibt es diese Phase, ich mag dich. Da wirst du merken, dass ein Kunde eigentlich schon oft zu dir sagt, Joubin, und wir müssen uns vielleicht auch mal unterhalten, weil du so viele Angebote gemacht hast. Und diese Angebote musst du dauerhaft machen. Deshalb ist es für ein BDR, der Cold Call in Perfektion ist, wenn du sagst, hey, ich möchte heute gar nichts verkaufen. Ah, das ist schon mal gut. Ich möchte Ihnen was geben. Und im Sales geht's geben, geben, geben, geben, geben, geben, geben. Dann wirst du bekommen. Und deshalb ist das der beste Cold Call, wenn du sagst: Hey, wir kennen Sie schon länger, wir folgen Sie. Ja, ich habe Sie auch schon mal gesehen, TIMETOACT, oder Joubin, dein Chef. Und der denkt sich schon, der verkauft mir jetzt nichts. Genau. Und da sagst du: Hey, ich möchte Ihnen gar nichts verkaufen. Ich möchte Sie einladen auf die insights!. Resoniert bei ihm? Da haben wir so Möbelhersteller wie Sie. Da ist auch der Ostermann oder I don't know, wie die Möbel alle heißen. Und ich glaube, das so auch nicht sagen: Ich würde mich freuen, weil in ich würde mich freuen liegt ganz wenig Mehrwert für den Kunden. Dass du dich freust, okay, was habe ich denn davon? Da lernen Sie super viel über KI in der Möbelwelt und bauen Sie Ihr Netzwerk aus. Ich glaube, ist ganz interessant für dich. Und dann ist es ein Cold Call, wo du dir denkst: Ey, eigentlich ganz interessant für mich. Das heißt, Touchpoints anbieten, mit Mehrwert für den Kunden, das machst du, aber das musst du dauerhaft machen. Das ist dauerhaft. Erster FC Köln, I don't know, hier Rückspiel München, PSG.

 

Joubin Rahimi

Wir haben 2019 mit dem neuen Marketing bei uns angefangen, 2019, 8 Jahre her. Scott Galloway, habe ich so einen Sprint besucht, ganz früh mal damit angefangen. Und das ist so die Basis.

 

Henning Heesen

Ja, das ist gut.

 

Joubin Rahimi

Und das ist gut. Wir haben ja noch ein Format, Digital Horizon, da laden wir zu uns nach Hause ein.

 

Henning Heesen

Hause heißt?

 

Joubin Rahimi

Zu Hause heißt zu Hause.

 

Henning Heesen

Bei dir zu Hause?

 

Joubin Rahimi

Bei mir zu Hause im Sommer im Garten. Das ist auch nichts, was großartig breit gedreht wird. Wir haben immer einen tollen Act, der da schon so Mehrwert bringt.

 

Henning Heesen

Hast du eine Hüpfburg oder was?

 

Joubin Rahimi

Mit Kindern, Hüpfburg haben wir auch, Kinder schminken, all das, und Betreuung. Das ist ein Samstag, das ist echt easy. Wir überlegen den Marten, guck mal, wer es jetzt ausspielt, der Breath Taking, Atemtraining macht. Ah ja, der K5.0-Tag.

 

Henning Heesen

Ja, genau, genau. Holländer, ne? Der, wie heißt der noch mal? Ja, ja, genau.

 

Joubin Rahimi

Das wäre auch was. Wir hatten den Hans Sarpei bei uns. So unterschiedlich. Ja, genau, das ist cool.

 

Henning Heesen

Ja, das ist gut.

 

Joubin Rahimi

Und du hast viele Menschen, ja, die einfach ähnlich sind. Genau, ihr kommt zu uns, ja, und ihr trefft Menschen, mit denen ihr super euch austauschen könnt, die ihr sonst nicht kennen würdet. Und das ist was wirklich Besonderes.

 

Henning Heesen

Genau. Das ist das Game.

 

Joubin Rahimi

Und ich sag Vertrauen, du sagst ja Vertrauen, wir öffnen das Tor.

 

Henning Heesen

Genau.

 

Joubin Rahimi

Du siehst, wie wir wohnen. Genau. Viel mehr kannst du ja gar nicht mehr öffnen. Da wohnen wir, da müssen wir auch durch.

 

Henning Heesen

Ja, genau. Das ist auch nicht manipulativ, weil Leute meinen schon mal, ja, so Beziehungen aufbauen ist manipulativ. Weißt du, was richtig scheiße ist? Ich interessiere mich nicht für dich, willst du was bei mir kaufen? Was ist denn da dann geil dran? Ja, ja, das nicht.

 

Joubin Rahimi

Und manipulativ ist er gleich negativ.

 

Henning Heesen

Genau.

 

Joubin Rahimi

Alles Menschen, die wir fragen zu den Events, wo ich sage, mit denen rede ich gerne.

 

Henning Heesen

Ja.

 

Joubin Rahimi

Und es gibt auch Arschlöcher.

 

Henning Heesen

Ja, ja.

 

Joubin Rahimi

Die werden nicht eingeladen.

 

Henning Heesen

Ja, ja, ja, nee, genau. Ja, ja, nee, nee, genau. Also Rule Number One in Sales is get your customer to like you. Ja, Punkt. Der muss dich mögen. Ja, I know. Ist in der Tech-Welt nicht so, und du siehst ja auch viele Verkäufer. Die möchten dann lieber über Technologie sprechen als Beziehungen aufbauen. Ich verstehe das auch total, weil das kann auch nicht jeder. Aber wenn Leute VTEX nicht mögen oder TIMETOACT nicht mögen oder dich nicht mögen, dann kannst du das beste Produkt auf dem Planeten haben, dann kaufst du das nicht. Das ist das Modell. Und es gibt eigentlich 3 Sachen, wo du deinen Kunden unterstützen musst. Das bei seiner Karriere, weil wenn du ein Projekt versaumelst, hat der intern ein richtiges Problem. Dann ist ja nicht so, dass die sagen, boah, das hast du mal richtig geil gemacht. Das ganze Projekt hier intern versammelt. Das Zweite ist persönlich, also ihn persönlich, was du jetzt beispielsweise mit Breathwork, oder vielleicht auch wenn er sagt, hey, ich bin da in dem Laden nicht, in dem Bums hier nicht mehr ganz zufrieden, kannst du sagen, okay, was soll ich mal für dich so ein bisschen Reach-out machen, weil ich kenne auch ein paar Leute.

 

Joubin Rahimi

Einladung aussprechen, auch wenn jemand gerade keinen Job hat. Genau. Das ist der gleiche Mist.

 

Henning Heesen

Genau. Das ist die persönliche Ebene. So, und dann gibt es Unternehmensziele zu unterstützen. Für die Unternehmensziele musst du aber das Businessmodell des Kunden verstehen. So, und wenn Leute schon mal Impact-Berechnungen machen, wenn ich das mit denen übe, dann sage ich: Okay, der Kunde macht 20 Millionen und du findest heraus, sie wollen 10% mehr machen. Wie viel wollen die denn mehr machen? Ja, 2 Millionen. Okay, wie viel, wenn der innerhalb von 12 Monaten einen ROI haben möchte, wie viel könnte der ausgeben? Sagt er 2 Millionen. Sorry, ist Umsatz denn Gewinn, oder gibt's da noch ein DB1 und noch ein paar Kosten? So, jetzt bist du in der Elektronik unterwegs, da gibt's 7% DB1. Jetzt bist du aber im Fashionbereich unterwegs, da ist 40%. Da wären es 800 Riesen, und bei dem anderen wären es 140.000. Dann könnte man— und du musst das Businessmodell des Kunden—

 

Joubin Rahimi

ganz anders.

 

Henning Heesen

So, und das ist ein Prozess, den du aufbaust im Sales-Prozess, der halt dazu führt, dass der Kunde sagt, hey, vorne, also im Lead-Gen, ich mag dich, bist ein guter Typ, Du unterstützt mich auch, und ich habe das Gefühl, dass du nachher nicht weg bist, wenn ich dann unterschrieben habe, was ganz übel ist. Und du scheinst auch irgendwo dein Business und mein Business zu verstehen. Und Kunden entscheiden sich, ne? Die sagen zu dir oder zu dem anderen: Wir haben das Gefühl, dass ihr uns besser versteht.

 

Joubin Rahimi

Ganz toll.

 

Henning Heesen

Das ist der Grund. Das ist auch der Grund, dass sie dann sagen: Wir hatten nicht das Gefühl, dass ihr uns 100% verstanden habt. Also dieses Verstehen, das kriegst du aber nur durch Fragen hin. Durch Fragen und dabei sein und zuhören.

 

Joubin Rahimi

Genau, bisschen wie die insights!.

 

Henning Heesen

Ja, 100%, also deinen Kunden verstehen.

 

Joubin Rahimi

Und ich würde sagen, wir haben ja schon den nächsten Gast hier, wir können das gerne aber irgendwann noch mal vertiefen.

 

Henning Heesen

Wir vertiefen das in deinem Garten auf der Hüpfburg.

 

Joubin Rahimi

Total gerne. Das Bild stelle ich mir vor.

 

Henning Heesen

Mit oder ohne Bier. Das geht auf LinkedIn viral.

 

Joubin Rahimi

Das geht auf LinkedIn viral. Insofern, wenn ihr Fragen an Henning habt, postet direkt unten drunter, schreibt ihn direkt an. Henning, danke für die Zeit.

 

Henning Heesen

Danke fürs Zusehen. Freut mich sehr. Viel Spaß noch auf der Messe. Yes.

 

Joubin Rahimi

Danke. Cool.

 

Henning Heesen

Hast du den nächsten Gast schon?

 

Joubin Rahimi

Toralf.

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Joubin Rahimi
Managing Partner synaigy GmbH

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