
MEGABAD launcht mit synaigy in sieben Monaten einen eigenen B2B Profishop
Einer der führenden Online-Händler im Badsegment in Europa erschließt mit einem eigenständigen Shop für Handwerker, Planer und Installateure einen neuen Vertriebskanal. Von der Startentscheidung bis zum planmäßigen Go-Live vergingen nur sieben Monate, ohne eine einzige Seite Lastenheft.
Zahlen, Daten, Fakten
7 Monate
von der Startentscheidung im Juli 2025 bis zum Go-Live am 16. März 2026
0 Seiten
Lastenheft. Das Projekt startete mit einem Telefonat und klaren Leitplanken statt monatelanger Konzeptionsphase
100 %
Termintreue. Der Go-Live erfolgte planmäßig, das Umsatzziel für den ersten Monat wurde erreicht
7 | 5 | 1
sieben spezialisierte Systeme, fünf starke Partner, eine nahtlose Plattform
Die Ausgangslage. B2C-Größe ohne eigenen B2B-Kanal
Status quo. Einer der führenden Online-Shops für Bad und Sanitär in Europa
MEGABAD ist im B2C-Geschäft eine feste Größe. Der 1932 gegründete Händler betreibt seit 2003 einen der reichweitenstärksten Online-Shops für Bad und Sanitär in Europa, der jährlich rund zwölf Millionen Nutzer erreicht und sieben Mal als bester Online-Shop im FOCUS Deutschland Test ausgezeichnet wurde. Handwerker, Installateure und Planer bestellten zwar längst bei MEGABAD, allerdings über den B2C-Shop, der weder auf ihre Einkaufsprozesse noch auf ihre Preismodelle zugeschnitten war.
Genau darin lag die Chance. Eine Zielgruppe, die der Marke bereits vertraute, aber bislang mit den falschen Werkzeugen arbeiten musste. Ein dedizierter B2B-Kanal konnte das ändern. Im Juli 2025 griff CTO Stefan Beyler zum Telefon und stellte synaigy eine ungewöhnliche Frage. Ob sich ein solcher Shop auch ohne Discovery-Phase und ohne Lastenheft aufbauen ließe. Es gab keinen Altshop, der abgelöst werden musste, keine Legacy-Features und keine bestehende B2B-Infrastruktur. Dieses Telefonat wurde zur Startentscheidung, ohne Planungsworkshop davor und ohne Pflichtenheft danach.
Die Herausforderungen beim Aufbau eines B2B-Shops von null
Es existierte keinerlei B2B-Infrastruktur – eine echte Aufgabe, aber auch eine seltene Chance: Der Shop konnte komplett auf der grünen Wiese entstehen, ohne Altlasten oder Legacy-Features.
Der Zeitfaktor war das kritischste Kriterium, denn jeder Monat ohne eigenen Kanal bedeutete, dass Handwerker, Planer und Installateure weiterhin über einen Shop einkaufen mussten, der nicht für ihre Prozesse gemacht war.
Parallel zum Shop-Projekt führte MEGABAD ein neues PIM ein und durchlief ein Rebranding, beides musste eng verzahnt werden.
Die Anbindung an das ERP und das neue Atamya PIM musste iterativ abgestimmt und umgesetzt werden.
Ein E-Commerce-Projekt ohne Lastenheft
Shopware 6 Standard statt monatelanger Konzeption
Statt Anforderungen monatelang zu spezifizieren, einigten sich MEGABAD und synaigy auf ein iteratives Vorgehensmodell. Die Überzeugung dahinter war einfach. Für Startseite, Listing, Produktdetailseite, Warenkorb und Checkout muss niemand ein Lastenheft schreiben, denn diese Funktionen bringt Shopware 6 bereits von Haus aus mit und sie müssen nur konfiguriert werden. Die Shopware Commercial B2B Suite lieferte darüber hinaus Angebotstools, Preisanfragen und Freigabe-Workflows out of the box. Typische B2B-Anforderungen wie Preisgruppen, Registrierungsfreigaben und ausgeblendete Preise für nicht angemeldete Nutzer kamen im laufenden Projekt, nachdem die Standards konfiguriert wurden, aus der Fachabteilung hinzu.

Was das Lastenheft strukturell ersetzt hat
Diese Leitplanken ersetzten das Lastenheft nicht nur formal, sondern strukturell. Anforderungen aus den Fachabteilungen wurden laufend zentral durch den Product Owner aufgenommen, priorisiert und in die Entwicklung gegeben. So entstand ein agiler Arbeitsmodus nach Scrum-Prinzipien.
Standard vor Custom, also so viele Out-of-the-box-Funktionen wie möglich.
Template-Ansatz statt Custom-Design von null.
Kleine Entscheidungsrunden statt langer Abstimmungsschleifen.
Der Zeitfaktor gilt als kritischstes Kriterium aller Entscheidungen.
Regelmässige Steering-Runden mit der MEGABAD Geschäftsführung, um Blocker oder Unklarheiten schnell zu beseitigen.
B2B-Shop auf Shopware 6 in sieben Monaten
Der synaigy-Ansatz. Agile Umsetzung mit straffer Rückwärtsplanung
Ein dediziertes Kernteam von synaigy startete im August 2025 mit der Konfiguration des Shopware 6 Standards inklusive Template und Plugins. Bereits im Oktober stand ein erster lauffähiger, MEGABAD-gebrandeter Shop, in den die Anforderungen der Fachabteilungen fortlaufend einflossen. Parallele Workstreams kümmerten sich um die Suchintegration und die Integration des neuen Brandings.
Das Projektmanagement blieb dabei trotz aller Agilität straff. Aus dem angestrebten Go-Live im März wurde rückwärts geplant. End-to-End-Tests im Februar, Finalisierung im Januar und daraus abgeleitet ein Quality Gate mit Feature Freeze am 15. Dezember 2025. An diesem Meilenstein mussten PIM- & ERP-Anbindung und alle notwendigen Features stehen. Diese Deadline wurde bei MEGABAD intern verbindlich kommuniziert und hielt das Projekt auf Kurs.
ERP- und PIM-Integration ohne Reibungsverluste
Die Anbindung des ERP erfolgte über eine Middleware auf Basis des Azure Service Bus und verlief bemerkenswert reibungslos. Möglich machte das die enge, tägliche Zusammenarbeit mit der IT von MEGABAD, die zwei Entwickler fest für das Projekt abstellte. Statt eines umfangreichen Schnittstellenkonzepts gab es einen gemeinsamen Kickoff, klar definierte Tickets und frühe Proof of Concepts für ERP und PIM, um Hürden rechtzeitig zu erkennen. Das neue Atamya PIM wurde über ein vorhandenes Shopware-Plugin angebunden.
Constructor-Suchintegration in drei Phasen zum sicheren Go-Live
Kurz vor dem Go-Live fiel die Entscheidung für Constructor als Suchtechnologie. Damit der Go-Live-Termin nicht in Gefahr geriet, wurde die Integration in drei Phasen geschnitten. Zum Start gingen Autosuggest und die Suchergebnisseite live, in der zweiten Phase (nach dem Go Live) folgen die Filter- und Produktlistingseiten und die dritte Ausbaustufe widmet sich KI-gestützten Empfehlungen. So blieb das Projekt handlungsfähig, ohne auf eine leistungsstarke Suche verzichten zu müssen.
Die Leistungen von synaigy im Überblick
Aufbau eines vollständigen B2B-Shops von null in sieben Monaten, inklusive ERP- und PIM-Anbindung.
Umsetzung individueller B2B-Anforderungen wie Preisgruppen, Registrierungsfreigaben und ausgeblendeter Preise für Gäste im laufenden Projekt.
Straffes Projektmanagement mit Rückwärtsplanung, Quality Gate und transparentem Blick auf Risiken in regelmäßigen Steerings.
Security-Scan vor dem Go-Live als fester Bestandteil des Vorgehens.
Phasenweise Integration der Constructor-Suche zur Absicherung des Go-Live-Termins.
Ergebnisse
Planmäßiger Go-Live und 30.000 Nutzer im ersten Monat
Der B2B Profishop ging am 16. März 2026 planmäßig live, sieben Monate nach der Startentscheidung. Bereits im April, dem ersten vollen Monat, nutzten 30.000 Handwerker, Planer und Installateure den neuen Kanal und das gesetzte Umsatzziel wurde erreicht. Für Handwerker, Planer und Installateure bedeutet das einen eigenen Zugang mit Einkaufsprozessen und Preismodellen, die zu ihrem Geschäft passen.
Der Mehrwert zeigt sich aber auch strukturell. Die konsequent standardnahe Plattform lässt sich schnell weiterentwickeln, das eingespielte Vorgehen aus kleinen Entscheidungsrunden und kurzen Zyklen trägt über den Go-Live hinaus und mit dem laufenden Ausbau der Suche sowie datenbasierten Optimierungen beginnt nun die nächste Etappe. Denn erst mit echtem Nutzerfeedback aus dem Livebetrieb startet die eigentliche Optimierungsarbeit, und genau so war es von Anfang an geplant.

Learnings
Was Sie vom E-Commerce-Projekt ohne Lastenheft mitnehmen können
Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Projekt lautet, dass Geschwindigkeit nicht durch weniger Planung entsteht, sondern durch bessere Entscheidungen. Bessere Entscheidungen brauchen keine vollständigen Anforderungen, sondern eine klare Haltung, tragfähige Strukturen und die Bereitschaft, auch dann zu entscheiden, wenn noch nicht alles bekannt ist.
Ein Standard, der live ist, ist dabei mehr wert als ein perfektes Konzept in der Schublade. Ein funktionaler Shop mit realem Nutzerfeedback schlägt verzögertes Perfektionieren, und UX-Optimierung nach dem Launch ist kein Versäumnis, sondern bewusstes Prinzip. Zugleich funktioniert der Verzicht auf ein Lastenheft nur mit den richtigen Leitplanken. Standard vor Custom, MVP-Fokus und enge Entscheidungsrunden ersetzen das Dokument strukturell und nicht nur formal.
Für Händler in vergleichbarer Lage hält das Projekt zwei weitere Botschaften bereit. B2B ist kein Anhang an B2C, sondern ein eigenes Geschäftsmodell mit eigenen Prozessen, was auch kulturell einen Wandel bedeutet. Und Parallelthemen wie eine PIM-Einführung oder ein Rebranding sind kein Grund zu warten, sondern können der Anlass sein, jetzt zu starten, mit dem, was bereits in Bewegung ist.
Ihre Ansprechpartnerin
- Olga Schick
Client Strategy Partnersynaigy
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Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen.
Jedes Projekt, das Sie hier sehen, hat mit einem einfachen Gespräch begonnen. Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Den Rest klären wir zusammen.
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